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12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Neuwerk – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Norden

Breit aufgestellt. In Hamburg gibt es eine lange Tradition von Großkanzlei-Spin-offs, die im Jahr 2016 wieder auflebte: Vor drei Jahren erst haben fünf ehemalige Associates von Freshfields und Roxin die Kanzlei Neuwerk gegründet. Anders als die meisten der Hamburger Spin-off-Kanzleien fokussiert sich Neuwerk jedoch nicht rein auf das CorporateGeschäft, sondern setzt auf einen breiten Beratungsansatz. Zum Angebot zählen neben Immobilien-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht auch IP/IT-Recht sowie Wirtschaftsstrafrecht/Compliance. Seit der Gründung hat sich das junge Team mehr als verdoppelt. Junge Juristen, die einen Berufseinstieg bei Neuwerk anstreben, sollten vor allem ins Team passen. Zwar sieht die Kanzlei vollbefriedigende Examensnoten und eine abgeschlossene Dissertation gern – zwingende Vorgaben sind das aber nicht. In zwei Vorstellungsrunden lernen die Bewerber nicht nur zwei bis drei Partner kennen, sondern können sich auch mit den Asso­ciates austauschen und in den Arbeitsalltag reinschnuppern.

Viel Freiraum. Für Praktikanten und Referendare gibt es bislang kein festes Ausbildungsprogramm. Dafür haben die angehenden Juristen bei Neuwerk viel Freiraum und können durch die enge Einbindung in die Teams schnell Praxiserfahrungen sammeln. Den Referendaren steht es offen, ob sie in einem spezifischen Rechtsgebiet arbeiten oder zwischen verschiedenen Rechtsgebieten wechseln möchten. Auf die Wünsche von Praktikanten, Referendaren und Associates gehen die Partner nach Möglichkeit ein. „Vorschläge von Mitarbeitern werden ernst genommen“, schreibt ein ehemaliger Referendar in der azur-Bewerberumfrage, der ebenfalls das „familiäre und freundschaftliche Arbeitsklima“ lobt.

Beim Lunch lernen. Wöchentlich besuchen die Associates bei Neuwerk einen Legal-English-Kurs. Außerdem gibt es alle vier Wochen eine interne Fortbildung beim Mittagessen: Associates halten dort Vorträge zu ­ihren Schwerpunktthemen. Daneben bietet Neuwerk verschiedene Workshops an, etwa zur Vertragsgestaltung oder Bilanzkunde, an denen neben den Associates auch Referendare und Praktikanten teilnehmen können. Bei Bedarf unterstützt die Kanzlei die Associates auch beim

Fachanwaltslehrgang. Einmal im Jahr fahren alle Mitarbeiter der Kanzlei für mehrere Tage weg und besuchen gemeinsam eine Fortbildungsveranstaltung mit Fokus auf Soft Skills.

Teilzeit auf allen Ebenen. Strukturierte Teilzeitprogramme gibt es bei der noch jungen Kanzlei zwar nicht, dafür bietet sie individuelle, flexible Lösungen und eine große Offenheit beim Thema Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Grundsätzlich ist die Arbeit auf allen Karrierestufen teilzeitfähig, Beispiele gibt es sowohl unter den Partnern als auch im Associate-Kreis. Das Gleiche gilt für die Arbeit im Homeoffice. Zudem ist die Arbeitsbelastung nach Kanzleiangaben nicht so hoch wie bei den üblichen Großkanzleien im Marktdurchschnitt.

Standort in Deutschland: Hamburg

Internationale Präsenz: Die noch junge Kanzlei Neuwerk hat keine eigenen ausländischen Büros, aber teils ein international ausgerichtetes Beratungsgeschäft.

Anwälte in Deutschland: 7 Vollpartner, 1 Counsel und 7 Associates

Frauenanteil Anwälte: 53,3%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 4 Projekt-/Support-Juristen (davon 2 Frauen)

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 2 bis 4

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2019: 1 bis 3

Referendarplätze 2019: 6             Praktikumsplätze 2019: 3

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 16,00 Euro/h (vor dem 1. Examen), 20,00 Euro/h (nach dem 1. Examen), 20,00 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 400 Euro/Wochenarbeitstag, max. 2.000 Euro

Associates

  1. Jahr: 80.000 Euro
  2. Jahr: 85.000 Euro
  3. Jahr: 90.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Die Arbeitgeberporträts geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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