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06.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Menold Bezler – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Platz 49

Das sagt die azur-Redaktion

Die Wohlfühl-Alternative. Auch wenn Menold Bezler heute deutlich größer ist als bei ihrer Gründung vor 15 Jahren, pflegt die Stuttgarter Kanzlei doch weiterhin den familiären Umgang im Mitarbeiterkreis: „Top-Atmosphäre. Alle freundlich und normal“, beschreibt ein Menold Bezler-Associate in der azur-Umfrage. Insgesamt sind die Anwälte überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Kanzlei. Laut azur-Umfrage schätzen sie besonders das Betriebsklima, die Gleichbehandlung und die Förderung der Work-Life-Balance. Ein Pluspunkt ist auch der interne Wissenstransfer: „Während man in der Großkanzlei nur ein kleiner ­Mosaikstein in einem großen Projekt ist, lernt man hier in überschau­barer Zeit alle Aspekte des eigenen Fachgebiets kennen“, ­berichtet ein Associate. Ein anderer betont die „aktive Einbindung in die Mandats­arbeit mehrerer Partner“.

Viel geboten für Praktikanten und Referendare. Nachwuchsjuristen nimmt Menold Bezler im Rahmen von mehrwöchigen Einzelpraktika auf. Während des Praktikums steht die Einbindung in den Berufsalltag im Vordergrund, auch die Fortbildungen für Associates und Referendare stehen Interessierten offen. Zusätzlich zum Aktenvortragstraining bietet Menold Bezler für Referendare seit Kurzem auch Kaiser-Seminare zur Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen an – für eine mittelständische Sozietät keine Selbst­verständlichkeit. Auch mit dem Angebot externer Secondments bei ausländischen Kooperationskanzleien ragt Menold Bezler über das übliche Markt­niveau hinaus – so etwas bieten in der ­Regel nur deutlich größere oder international aufgestellte Kanzleien an. Den fachbezogenen und kanzleiübergreifenden Gedankenaustausch mit angehenden Juristen fördert die Kanzlei mit einem Karriereevent, das sie zusammen mit der ­Hamburger Kanzlei Esche Schümann Commichau und der Essener Sozietät ­Kümmerlein veranstaltet. Großen Zulauf hat ihr ­Referendarfrühstück, zu dem sie zweimal jährlich alle Referendare des Landgerichts Stuttgart und der umliegenden Landgerichte einlädt.

Umfangreiche Weiterbildung. Angestellte Anwälte können auf externe Fortbildungen gehen und werden finanziell unterstützt, wenn sie ­Fachanwaltstitel oder andere Zusatzqualifikationen wie einen LL.M.-Ab­schluss und das Steuerberaterexamen erwerben wollen. Auch das kanzleiinterne Weiterbildungsangebot wird von den Associates sehr geschätzt, zumal dort auch zunehmend Soft Skills wie Verhandlungsführung, Zeitmanagement und Akquise in den Fokus gerückt werden. Einen Großteil der Schulungen, die zweimal monatlich stattfinden, bestreiten die Partner selbst. Daneben kooperiert die Kanzlei auch mit externen ­Anbietern wie der ­Bucerius Law School. In der azur-Umfrage loben die Menold Bezler-Associates die „sinnvollen Soft-Skills-Schulungen“ und die „geglückte Weiterentwicklung des Ausbildungskonzepts“ und geben ihrer Kanzlei dafür weit überdurchschnittliche Noten.

Ein Herz für Kinder. Auch die Vereinbarkeit von Karriere und Familie beurteilen die Associates in der azur-Umfrage positiv. Für junge Eltern ­bietet die Kanzlei ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer und Zuschüsse für die Kinderbetreuung. Außerdem kooperiert Menold Bezler mit einem Stuttgarter Kita-Träger, der sogar einen Hol- und Bringservice per Kindertaxi im Angebot hat.

Erträgliche Arbeitsbelastung. Doch die Kanzlei kümmert sich nicht nur um Freiraum für Familienmütter und -väter: Mit der Work-Life-Balance ist ein Großteil der Mannschaft recht zufrieden, denn die Arbeitslast liegt mit im Schnitt gut 52 Wochenstunden laut azur-Associate-Umfrage etwas unter dem marktüblichen Mittel. Was andere Kanzleien als eigenen Karrieretrack vermarkten, ist bei Menold Bezler nach Angaben eines Umfrageteilnehmers ohnehin längst Alltag: „geregelte Arbeitszeiten von durchschnittlich neun bis 19 Uhr“ – außer freitags, denn dann, so berichtet der Associate weiter, treffen sich die Anwälte schon um 18 Uhr zum Feierabendbier. Bei gutem Wetter findet die Freitagskonferenz auch mal auf der Dachterrasse statt. Und wenn der Druck doch einmal zu groß wird, können Kanzleimitarbeiter Kompaktkurse zum Stressmanagement in Anspruch nehmen.

„Tolle Arbeitsatmosphäre, interessante Mandate, humane Arbeitszeiten“

„Sehr menschlicher und respektvoller Umgang“

„Je länger man hier arbeitet, desto besser ist es“

„Noch früher kommunizieren, wer ­welche Karrierechancen hat“

„Mehr Homeoffice, auf allen Ebenen!“

„Mehr Schulungen zur Verwendung IT-gestützter ­Lösungen“

„Starke Marke im Südwesten, allen Abgängen zum Trotz“

„Gute Vereinbarkeit von Familie und Karriere“

„Sehr nettes Arbeitsumfeld, gutes Betriebsklima“

▪ Schulungen in der internen Akademie

▪ Examensvorbereitung durch den Repetitor Kaiser

▪ Bei Interesse Wahlstation bei einer ausländischen Kooperationskanzlei

▪ Jährlicher Jurfixe mit den anderen Mittelstandskanzleien

▪ Weiterbildungsangebote der kanzleiinternen ­Akademie

▪ Beratungsgespräche vor und nach der Elternzeit

▪ Teilzeit auch für Partner möglich

Die Kanzlei erwartet von Berufseinsteigern zwei voll­befriedigende Examina, Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge sowie gute Englischkenntnisse. Zusatzqualifikationen wie weitere Fremdsprachen, eine Promotion oder ein LL.M. sind zwar gern gesehen, aber keine Einstellungsvoraussetzung. Das Bewerbungsverfahren entspricht dem marktüblichen Standard: Auf ein Erstgespräch mit Partnern und ­einem Mitarbeiter der Personalabteilung folgt gegebenenfalls noch ein separates Gespräch mit einem Associate, der Fragen zum künftigen Einsatzbereich beantworten kann. Kommt es zum Zweitgespräch, trifft der Bewerber dort auf mehrere weitere Partner, darunter der künftige Vorgesetzte sowie der personalverantwortliche Partner der Kanzlei. In der azur-Bewerberumfrage lobt ein Teilnehmer: „Top. Sehr schnelle Rückmeldung, freundliches Bewerbungsverfahren.“ 

Standort in Deutschland: Stuttgart

Umsatz in Deutschland 2017: 32,1 Millionen Euro

Umsatz pro Berufsträger in Deutschland 2017: 390.000 Euro

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat keine eigenen Auslandsbüros, verfügt aber über ein internationales Netzwerk befreundeter Kanzleien, darunter Valoris Avocats in Straßburg und Hi.lex in Mailand. In Großbritannien arbeitet sie mit Stevens & Bolton zusammen.

Aktuelle Entwicklungen: Mit guten Kontakten zu Technikkonzernen und starken Teams für Spezialdisziplinen wie Vergaberecht oder Prozessführung hat sich MB eine lukrative Nische im südwestdeutschen Markt gesichert. In ihrem Kernbereich Gesellschaftsrecht/M&A verlor die Kanzlei allerdings im Sommer 2018 ein neunköpfiges Team an die multidisziplinäre Beratungsgesellschaft Ebner Stolz. Auch im Markenrecht gingen mehrere Anwälte. Im Januar begann die Kanzlei mit einem ersten Wiederaufbau: Sie holte zwei neue Partner für IT- und Gesellschaftsrecht.

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

 

Anwälte in Deutschland: 25 Vollpartner, 15 Non-Equity-Partner, 5 Counsel, 48 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 35,8%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 3 (davon 2 Frauen)

Neueinstellungen Volljuristen 2019: ca. 10

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2019: ca. 2

Referendarplätze 2019: 25      

Praktikumsplätze 2019: 20

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 15 Euro/h (vor dem 1. Examen), 20 Euro/h (nach dem 1. Examen), 25 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 640 Euro/Wochenarbeitstag; max. 1.700 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 90.000 bis 100.000 Euro
  2. Jahr: 95.000 bis 105.000 Euro
  3. Jahr: 100.000 bis 110.000 Euro
  4. Jahr: 105.000 bis 120.000 Euro plus Bonus
  5. Jahr: 105.000 bis 120.000 Euro plus Bonus
  6. Jahr: 105.000 bis 120.000 Euro plus Bonus

weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) im 1. Jahr: 55.000 bis 65.000 Euro plus Bonus bis 5.000 Euro

Jeder Berufsanfänger hat zwei erfahrene Ansprechpartner aus anderen Fachbereichen an seiner Seite, die ihn als Paten auf dem Weg zur Partnerschaft begleiten. Diese steht in der Regel nach sieben Jahren an. Die Patenschaften werden nach drei Jahren neu vergeben, um den Senior Associates die Möglichkeit zu geben, neue Anregungen und Hilfestellungen von weiteren Partnern zu erhalten. Die 2018 eingeführte Karrierestufe des Counsels dient als Option für diejenigen, die die Anforderungen der Assoziierten Partnerschaft oder Gesellschafterstellung noch nicht erfüllen oder die sich bewusst gegen dieses Berufsmodell entscheiden. Diese Alternative kommt bei den Associates an: In der azur-Umfrage bewerten sie die Karrieremöglichkeiten außerhalb der Partnerschaft deutlich besser als ihre Partnerchancen. Eine Rückkehr auf den Partnertrack ist auch für Counsel zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Vergütet werden alle Partner nach einem modifizierten Lockstep-System – mit zunehmendem Dienstalter dürfen sie regelmäßig mehr vom Kanzleigewinn entnehmen, vorausgesetzt, sie kommen an einem bestimmten Punkt über die erforderliche Umsatzschwelle.

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.