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12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Lindemann Schwennicke & Partner – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Bank- und Finanzrecht

Das sagt die azur-Redaktion

In der Nische zum Erfolg. In Berlin ist Lindemann Schwennicke & Partner (LSP) mit ihrem alleinigen Tätigkeitsfeld im Bank- und Finanzrecht eine Ausnahme. Zu ihren Mandanten zählen vor allem junge, technologiegetriebene Firmen – und für viele Fintechunternehmen sowie Branchenverbände ist Berlin der wichtigste Standort in Deutschland. Unter Nachwuchsjuristen hält die Kanzlei nach echten Spezialisten Ausschau, die sich auf das Fachgebiet Bank- und Finanzrecht einlassen wollen. Die Associates, die bereits bei LSP arbeiten, vergeben in der azur-Umfrage in puncto Qualität und Niveau der Arbeit Höchstnoten. Sie loben das „gute Betriebsklima“, die „enge Einbindung in Mandate“ sowie den „frühzeitigen Mandantenkontakt“. Positiv heben sie auch die jüngste Gehaltserhöhung und „transparentere Gestaltung der Vergütung hervor“.

Associates entscheiden mit. Für das Bewerbungsverfahren nimmt sich die Kanzlei viel Zeit: Hauptbestandteil sind mehrere Gesprächsrunden mit einem Großteil der LSP-Anwälte, die insgesamt bis zu fünf Stunden dauern können. „Man verbringt den halben Tag mit dem Team und lernt sich richtig kennen“, berichtet eine Teilnehmerin in der azur-Bewerberumfrage. Dass die Kandidaten in die bestehende Einheit passen, ist LSP sehr wichtig. Deshalb entscheiden die eigenen Associates bei Einstellungen mit – und bewerten das Betriebsklima in der azur-Umfrage als außergewöhnlich gut.

Auszeit mit Konzept. Was die Karrierewege angeht, zeigt sich die Kanzlei durchaus flexibel. Mehrere LSP-Associates heben in der azur-Umfrage die „maßgeschneiderten Teilzeitregelungen“ hervor. Vier Anwälte arbeiten derzeit in Teilzeit. Einem Aufstieg zum Partner legt das nach Kanzleiangaben keine Steine in den Weg. Doch noch fehlen Rollenvorbilder: Keiner aus dem – rein männlichen – Kreis der Vollpartner arbeitet in Teil­­zeit. Dafür haben die ein- bis dreimonatigen Sabbaticals, die LSP ihren Anwälten nach drei Arbeitsjahren anbietet, den Praxistest bereits bestanden: Associates können entweder vorher auf einen Teil des Gehalts verzichten und sich diesen während der Auszeit ausbezahlen lassen oder unbezahlten Sonderurlaub nehmen. Etliche junge Anwälte nutzten diese Chance bereits. Laut azur-Umfrage sind die Associates mit der Work-Life-Balance und auch ihrer Arbeitsbelastung zufrieden.

Im Fachgebiet gut ausgebildet. Die Kanzlei will Nachwuchsjuristen langfristig binden und bildet schon Referendare in ihrem Fachgebiet aus. Associates erhalten vor allem in den ersten beiden Jahren kanzleiinterne Fortbildungen, in denen Kollegen oder externe Fachleute den neuesten Stand zum Beispiel in Sachen Datenschutz vortragen. Diese Veranstaltungen finden mindestens einmal pro Monat statt und stehen auch Praktikanten und Referendaren offen. Die Associates können zudem an externen Seminaren teilnehmen, etwa zu den Themen Krypto­währungen oder Geldwäscheprävention. Die LSP-Associates sind laut azur-Umfrage mit ihrer Ausbildung zwar eher zufrieden, geben aber dafür nicht ganz so gute Noten wie der Marktdurchschnitt. Neben einer höheren Anzahl an Seminaren wünschen sich einige „stärker bei Themen wie Akquise, Management und Strategiefragen einbezogen zu werden“.

Standort in Deutschland: Berlin

Internationale Präsenz: Die auf Bank- und Finanzrecht spezialisierte Kanzlei unterhält keine eigenen Auslandsbüros, sondern arbeitet außerhalb Deutschlands mit ausgewählten Kanzleien zusammen.

Anwälte in Deutschland: 7 Vollpartner, 1 Non-Equity-Partnerin, 1 Counsel und 11 Associates

Frauenanteil Anwälte: 30,0%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 2 bis 4

Referendarplätze 2019: 5             Praktikumsplätze 2019: 5

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 20 Euro/h (vor dem 1. Examen), 20 bis 25 Euro/h (nach dem 1. Examen), 25 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 400 Euro/Wochenarbeitstag; max. 2.000 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro
  2. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro
  3. Jahr: 85.000 bis 95.000 Euro

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.