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13.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Kapellmann und Partner – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Immobilien- und Baurecht

Das sagt die azur-Redaktion

Referendare sind nah dran. Im Baurecht gehört Kapellmann seit Jahren zur absoluten Marktspitze. Wer sich davon überzeugen möchte, dass Baurecht im wahren Leben nicht so trocken ist, wie die Uni behauptet, kann das schon während eines Praktikums oder der Referendarstage erleben. Anders als in den meisten Kanzleien gibt es kein Programm für die angehenden Juristen. Sie werden vielmehr durch Mandatsarbeit an den Kanzleialltag herangeführt. Darüber hinaus bekommen sie vereinzelt examensspezifische Aufgaben. Das gefällt: In der azur-Bewerberumfrage loben Praktikanten die „freundliche Atmosphäre“ und die „gute Einbindung“. Referendare betonen den „hohen Praxisbezug“, der einen guten Eindruck vom Anwaltsleben vermittele.

Ausbildung nachgebessert. Wer als Referendar eine gute Figur macht, hat realistische Chancen auf eine Festanstellung. 2018 waren mehr als die Hälfte der Neueinstellungen ehemalige Referendare. Junganwälte bei Kapellmann durchlaufen in den ersten Berufsjahren ein recht umfangreiches Programm. Hier hat die Kanzlei zuletzt noch einmal nachgebessert und sich – wie schon viele vor ihr – mit der Bucerius Law School zusammengeschlossen. Zuvor auf die Berufsjahre eins bis drei ausgerichtet, geht das Programm mit Seminaren zu Rhetorik, Bilanzen oder Zeitmanagement nun bis zum fünften Jahr. Kapellmann-Anwälte und externe Referenten schulen die Associates. Zwei Trainings pro Jahr sind Pflicht, vier maximal möglich. Den Praxistest muss das Programm, das zwar alle wesentlichen Elemente enthält, allerdings noch bestehen – in der azur-Umfrage vergaben die in dieser Hinsicht eher unzufriedenen Associates zuletzt unterdurchschnittliche Noten für die Weiterbildung.

Alternativer Weg. Ab dem sechsten Berufsjahr bereitet das Programm die Assoziierten Partner auf den nächsten Karriereschritt vor: die Vollpartnerschaft. Allerdings ist das nicht die einzig mögliche Karriere­option. Anwälte können jetzt auch dauerhaft Assoziierte Partner sein, die ein festes Grundgehalt, eine Umsatzbeteiligung sowie einen zusätzlichen Bonus erhalten, sofern sie sich durch besondere Leistungen, wie etwa bei der Nachwuchsausbildung, hervortun. Mit ihren Chancen auf den Vollpartnerstatus sind die Kapellmann-Anwälte laut azur-Associate-­Umfrage etwas zufriedener als Anwälte in anderen Kanzleien, beim ­alternativen Modell liegen die Noten knapp unter dem Durchschnitt. ­Allerdings wird das neue Modell auch erst 2019 offiziell eingeführt.

Arbeit und Freizeit im Lot. Punkten kann Kapellmann seit jeher mit ­einer gesunden Work-Life-Balance. Die Associates arbeiten laut azur-Umfrage mit rund 51 Wochenstunden knapp drei Stunden weniger als der Marktdurchschnitt und loben die „humanen Arbeitszeiten“ sowie die „große Freiheit bei der Einteilung der Arbeitszeit“. Nur den Wunsch nach einem festen Homeoffice-Tag erfüllt die Kanzlei ihren Anwälten trotz intensiver Forderungen nicht. Anlassbezogen sei das Arbeiten von zu Hause aber laut Kanzleiangaben möglich. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere wünschen sich die Associates in der azur-Umfrage „Partnermodelle auch in Teilzeit“, „ein klares Bekenntnis zur Elternzeit“ und „echte Chancengleichheit – auch für Mütter mit kleinen Kindern“.

Standorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Mönchengladbach und München

Internationale Präsenz: Kapellmann hat ein eigenes Büro in Brüssel. Viele Mandate haben außerdem regelmäßig internationale Bezüge.

Anwälte in Deutschland: 56 Vollpartner, 25 Non-Equity-Partner und 58 Associates

Frauenanteil Anwälte: 17,9%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 7 bis 12

Referendarplätze 2019: 30          Praktikumsplätze 2019: 15

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 17 Euro/h (vor dem 1. Examen), 25 Euro/h (nach dem 1. Examen), 32 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 500 Euro/Wochenarbeitstag; max. 1.250 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro
  2. Jahr: 85.000 bis 95.000 Euro
  3. Jahr: 90.000 bis 100.000 Euro

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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