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13.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Hausfeld – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Konfliktlösung

Das sagt die azur-Redaktion

Auf ins Gefecht. Kartellschadensersatz, Anlegerklagen, Großprozesse – wer zu Hausfeld geht, wird vor Gericht stehen. Und das möglichst schnell. Memos schreiben im Hinterzimmer, das gibt es laut Kanzlei nicht. In der azur-Associate-Umfrage bestätigen Teilnehmer die „frühe Verantwortung im Mandat“. Die Associates sind in der azur-Umfrage insgesamt so zufrieden wie nur wenige Anwälte in anderen Kanzleien. Top-Noten gibt es für das Niveau der Arbeitsinhalte und die Internationalität: „Arbeiten auf Großkanzleiniveau“, berichtet ein Teilnehmer, „innovatives und juristisch anspruchsvolles Arbeiten“, ein anderer. Und wer mal internationale Luft schnuppern möchte, für die hat Hausfeld mit ihren Büros in London und den USA ein Austauschprogramm aufgesetzt.

Freie Wahl bei der Weiterbildung. Wo andere Kanzleien sich ausgeklügelte Weiterbildungsprogramme für ihren Nachwuchs einfallen lassen, setzt Hausfeld vor allem auf externe Kurse. Ein bis zwei Fortbildungen im Jahr sollte jeder Associate besuchen. Alles Weitere handhabt die Kanzlei unbürokratisch. Wer einen Kurs aus seinem fachlichen Schwerpunkt ins Auge fasst, soll ihn auch bekommen – das scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein, denn in der azur-Associate-Umfrage sind die Hausfeld-Juristen mit den Weiterbildungsmöglichkeiten zufriedener als viele Associates in anderen Kanzleien. Lediglich vereinzelt schlagen Teilnehmer vor, „einen Katalog an Schulungen und Weiterbildungen“ aufzustellen.

Referendare direkt mit dabei. Einige Grundlagen der Weiterbildung nimmt die Kanzlei jedoch zunehmend in die eigene Hand. So treffen sich Hausfeld-Juristen vierteljährlich in Berlin, zuletzt gab es einen Pitch-Workshop für die Senior Associates oder ein Training zur Verhandlungsführung. In der azur-Associate-Umfrage berichten Teilnehmer von LegalTech-Anwendungen: „Bei uns absoluter Alltag, da Massenverfahren sonst auch nicht machbar sind.“ Eine Schulung dafür gibt es für alle, die damit arbeiten. Praktikanten und Referendare begleitet ein Mentor, sie durchlaufen aber kein Programm. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Prozessführung etwa geht es möglichst schnell mit ans Mandat. Das bestätigen auch Ehemalige in der azur-Bewerberumfrage: „Referendare werden in die Mandatsarbeit von Beginn an eingebunden.“

Entlastung für bessere Work-Life-Balance. Hausfeld-Associates arbeiten laut azur-Umfrage rund 52 Stunden in der Woche, das sind zwei weniger als durchschnittlich im Markt üblich. Ein Associate berichtet über die „zahlreichen Neueinstellungen zur Entlastung aller“. Mit der Work-Life-Balance und der Vereinbarkeit von Karriere und Familie sind sie zufrieden: „Keine übertriebenen Arbeitszeiten“ und „Rücksichtnahme“ heben sie hervor. Mit einem mickrigen Frauenanteil von elf Prozent kann Hausfeld zwar nicht glänzen, aber mit der Ernennung einer Salary-Partnerin und einer weiblichen Counsel – eine Position entweder als Zwischenschritt zur Partnerschaft oder dauerhaft möglich – sendet sie die richtigen Zeichen.

Standorte in Deutschland: Berlin und Düsseldorf

Internationale Präsenz: Neben den europäischen Büros in Berlin, Düsseldorf, Brüssel und London hat die US-Kanzlei Standorte in Boston, New York, Philadelphia, San Francisco und Washington D.C.

Anwälte in Deutschland: 1 Vollpartner, 3 Non-Equity-Partner, 1 Counsel und 12 Associates

Frauenanteil Anwälte: 11,8%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2019: nach Bedarf

Referendarplätze 2019: 3 bis 5  Praktikumsplätze 2019: 1 bis 2

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 750 bis 800 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 1.000 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 750 bis 1.000 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

  1. Jahr: 90.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro
  2. Jahr: 100.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro
  3. Jahr: 110.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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