azur100
12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Google – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Norden

Das sagt die azur-Redaktion

Wer sucht, der findet. Im digitalen Zeitalter ist der Suchmaschinen-Gigant nicht wegzudenken. Die Juristen der Google-Rechtsabteilung befassen sich regelmäßig mit rechtlichem Neuland. Das Thema Datenschutz ist bei dem Internetriesen durch die DSGVO automatisch in den Fokus der Rechtsabteilung gerückt. Auch die Auswirkungen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes haben an Fahrt aufgenommen. Und das Thema Cloud-Computing ist inzwischen so komplex geworden, dass die Rechtsabteilung eigens dazu ein separates Team zusammenstellte. Ein Google-Syndikus lobt in der aktuellen azur-Associate-Umfrage: „Inhaltlich geht es im Bereich IT und Medien nicht spannender – es gibt permanent neue Rechtsfragen.“ Ein anderer schwärmt: „Interessantere Arbeit und bessere Rahmenbedingungen findet man nicht.“ Insgesamt geben die Inhousejuristen Top-Noten für Betriebsklima und Gesamtzufriedenheit.

Viel Freiheit für Referendare. Wer seine Wahlstation bei Google verbringt, soll die komplette Bandbreite der Spezialthemen kennenlernen. Dabei orientiert sich Google aber auch an den individuellen Interessen der Nachwuchsjuristen. So kann sich der Arbeitsalltag von Referendar zu Referendar sehr unterscheiden. „Referendare sind vollwertige Teammitglieder“, beschreibt ein Syndikusanwalt in der azur-Umfrage. Spezielles Examenstraining bietet Google nicht an, die internen Fortbildungen und Trainingsprogramme für die Syndizi stehen dafür auch den Referendaren offen. Praktikanten stellt Google in der Rechtsabteilung nicht ein. Die Syndikusanwälte sind laut azur-Umfrage zufrieden mit dem Weiterbildungsangebot und loben die „internen Schulungen“, „Leadership-Kurse“ sowie die „Kostenübernahme von externen Seminaren“.

Global und vielfältig. Das Geschäft und damit auch die Arbeit der Juristen bei Google ist sehr international geprägt. Sehr gute Englischkenntnisse sind Grundvoraussetzung für eine Einstellung im Unternehmen. Neu ist die Mini-Rotation: Während bislang ein Aufenthalt in einem anderen Land erst ab einem Zeitraum von drei Monaten möglich war, können die Syndizi nun bereits für wenige Wochen an speziellen Projekten in Europa arbeiten. Für Internationalität, aber auch die Gleichbehandlung unabhängig von Nationalität, Geschlecht und sexueller Orientierung verteilen die Google-Juristen in der azur-Umfrage Bestnoten. Das Diversity-Engagement von Google ist bunt und reicht von einem internen Award über die Teilnahme am Christopher Street Day bis hin zu mehreren neuen Maßnahmen zur Frauenförderung.

Viel Arbeit, viele Angebote. Laut azur-Umfrage arbeiten die Google-­Anwälte mit rund 50 Stunden pro Woche vier Stunden mehr als ihre Kollegen in anderen Rechtsabteilungen: So ist die Zufriedenheit mit der Arbeitsbelastung nicht besonders ausgeprägt, mit der Work-Life-Balance wiederum sind die Syndizi zufrieden. Google bietet flexible Arbeitszeitmodelle, Achtsamkeitstrainings sowie Sport- und Gesundheitsangebote. „Man sollte trotz der vielen gebotenen Ablenkungen nicht denken, dass dort nicht viel und hart gearbeitet würde. Das Gegenteil ist der Fall“, so ein externer Anwalt in der azur-Umfrage. Luft nach oben gibt es bei den Aufstiegschancen – diese stufen Google-Juristen in der azur-Umfrage vor allem innerhalb der Rechtsabteilung als recht gering ein. Dafür loben sie die „Freiheit, Verantwortung und Möglichkeiten der inhaltlichen Spezialisierung.“

Branche: Informationstechnologie und Kommunikation

Standorte in Deutschland: Hamburg, Berlin und München

Internationale Präsenz: Internationales Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Mountain View und mehr als 70 Niederlassungen in 40 Ländern weltweit. Die europäische Zentrale sitzt in Dublin.

Volljuristen in Deutschland: 22 (davon 16 in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 43,8%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 3 bis 4

Referendarplätze 2019: 6             Praktikumsplätze 2019: keine

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: 2.800 Euro/Monat (für Nebentätigkeit)

Syndikusanwälte

  1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.