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13.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Generali – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Versicherungsrecht

Das sagt die azur-Redaktion

Datenschutz treibt den Bedarf. Der Versicherer Generali baut derzeit seine Rechtsabteilung aus, die ohnehin zu den größeren in der Branche zählt. Während das Unternehmen im Kapitalmarkt-, Aufsichts- und Gesellschaftsrecht eher erfahrene Juristen sucht, steht gerade der Datenschutz auch Berufseinsteigern offen. Hier besteht bereits ein Team, doch dieses benötigt weitere Mitarbeiter. Schließlich sorgte die Datenschutz-Grundverordnung nicht nur für einmaligen Arbeitsaufwand, als sie im Mai 2018 in Kraft trat, sie spült den Juristen bei dem Versicherer weiter Fälle ins Netz. Dennoch bleibt die Zahl der Arbeitsstunden, die laut ­Unternehmen im Schnitt bei 40 pro Woche liegen, selbst für Inhouse-Verhältnisse überschaubar.

Breiter Überblick, inhaltlicher Schwerpunkt. Die Rechtsabteilung setzt bei der Suche nach jungen Juristen gerne auf Referendare, die ein Mentor begleitet. Sie sollen einen Überblick über die Aufgaben der Rechtsabteilung bekommen. Wenn die nötigen Sprachkenntnisse vorliegen, ist im Einzelfall auch eine Inhousestation bei einer Auslandsgesellschaft des Konzerns möglich. Das hebt den Versicherer von anderen Referen­dar­ausbildern ab. Eine Teilnehmerin der azur-Bewerberumfrage berichtet von einer „guten Arbeitsatmosphäre“ bei dem Versicherer, bei dem sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

Grundverständnis für Zahlen. Bei der Auswahl ihrer Inhousejuristen setzt die Generali-Rechtsabteilung auf Bewerber, die ein gutes Zahlenverständnis haben; von Vorteil ist eine Ausbildung im Bank- oder Versicherungssektor. Im Bewerbungsverfahren führen die Inhousejuristen bei Generali zwei Gespräche: Eines leitet der direkte Vorgesetzte, eines führen der Abteilungsleiter und ein Verantwortlicher aus der Personalabteilung. Bei den Schulungen für seine Syndikusanwälte setzt das Unternehmen auf einen soliden Mix: zum einen deutschlandspezifische Seminare für Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen des Konzerns, in denen es etwa um Zeitmanagement oder andere nichtjuristische Fähigkeiten und Fertigkeiten geht. Das können auch Onlinekurse sein, wie sie zum Standardsortiment bei vielen Großbetrieben gehören. Zum anderen können die Inhousejuristen fachspezifische Fortbildungen bei externen Anbietern nutzen.

Auslandsstation angeraten. Karrierechancen bietet Generali innerhalb der Rechtsabteilung dort, wo sich die Juristen auf ein Fachgebiet spezialisieren können. Eine Laufbahn kann Inhousejuristen auch in andere Geschäftsbereiche der Versicherungsgruppe führen, in der mehr als 150 weitere Juristen beschäftigt sind – etwa im Schadenmanagement, in der Rechtsschutzversicherung oder in der Personalabteilung. Zunehmend wichtig wird für die angehenden Inhousejuristen eine Berufsstation bei einer Auslandsgesellschaft. Bislang waren das vor allem Gesellschaften der Konzernmutter in Italien, doch den Auslandsaustausch weitet Generali zurzeit auch auf andere Länder aus. Wer Familie hat und Karriere machen möchte, kann sich über Angebote wie Teilzeit, Eltern-Kind-Büros und sogar eine eigene Kita am Standort München freuen. Damit ist Generali ähnlich familienfreundlich wie viele andere Großunternehmen.

Branche: Versicherer

Standorte in Deutschland: Aachen, Köln, München und Saarbrücken

Internationale Präsenz: Hauptsitz des börsennotierten Versicherers aus Italien ist Triest. Das Unternehmen ist in mehr als 60 Ländern weltweit vertreten und beschäftigt 71.000 Mitarbeiter. Die deutsche Ländergesellschaft ist mit 10.000 Mitarbeitern die zweitgrößte.

Volljuristen in Deutschland: 51 in der Rechtsabteilung

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 54,9%

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 4 bis 6

Referendarplätze 2019: 4            

Praktikumsplätze 2019: auf Anfrage

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 11 Euro/h (vor dem 1. Examen), 13 Euro/h (nach dem 1. Examen), 13 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 200 Euro/Wochenarbeitstag (in NRW)

Syndikusanwälte

  1. Jahr: 65.000 bis 70.000 Euro plus Bonus
  2. und 3. Jahr: keine Angaben

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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