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12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Friedrich Graf von Westphalen & Partner – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Südwesten

Das sagt die azur-Redaktion

Gesucht: Kosmopolitischer Unternehmergeist. Wer Mittelstandsberatung mit einem internationalen Umfeld kombinieren will, ist bei Friedrich Graf von Westphalen genau richtig. Die Kanzlei verfügt über ein großes Netzwerk, mit dessen Hilfe sie zahlreiche grenzüberschreitende Transaktionen abwickelt. Ihren Associates gefällt der internationale Kontext, sie vergeben dafür in der azur-Umfrage sehr gute Noten. Richtig ist hier außerdem jeder, der den Anwalt noch als Unternehmer sieht. In den vergangenen Jahren hat Friedrich Graf von Westphalen eine ganze Reihe Eigengewächse zu Partnern gemacht. Nach fünf bis sieben Jahren steht dieser Karriereschritt an. Der Local-Partner kann dabei sowohl Endstation als auch Durchgangsstadium zur Vollpartnerschaft sein. Kandidaten, die aus ihrer Sicht bereit sind, ernennt die Kanzlei aber auch direkt zum Vollpartner. Die Associates verteilen in der azur-Umfrage für die Partnerchancen leicht überdurchschnittliche Noten, weniger zufrieden sind sie dafür mit den alternativen Karrieremöglichkeiten.

Solides für Referendare und Praktikanten. Für Praktikanten und Referendare gibt es spezielle Veranstaltungen, zum Beispiel ,Verhandlungstraining für künftige Anwälte‘. Daneben steht ihnen das Weiterbildungsangebot für Associates offen. Doch das Ausbildungsprogramm lässt nach Meinung der Associates noch Luft nach oben zu. Hier liegen die Noten ganz knapp unter dem Marktdurchschnitt. Mit einem Mentor für jeden Associate und monatlichen Fortbildungsveranstaltungen sowohl zu rechtlichen Themen als auch Soft Skills bildet die Kanzlei ziemlich genau den Marktstandard ab. Dazu gehört die Unterstützung beim Erwerb des ­Fachanwaltstitels. Den hohen internationalen Einschlag ihrer Arbeit deckt sie in der Theorie durch Seminare in Kooperation mit befreundeten ausländischen Kanzleien ab, die zweimal pro Jahr stattfinden. Die Associates wünschen sich vereinzelt „noch mehr Möglichkeiten zur Fortbildung“ oder ein „festes Budget auch für externe Veranstaltungen“.

Mehr Verantwortung. Einheitlicher ist da schon das Bedürfnis nach „mehr Feedback zur eigenen Arbeit“ und „mehr Struktur bei der Personalentwicklung“. Ein Associate wünscht sich in der azur-Umfrage etwa „Gespräche zur persönlichen Karriereplanung“. Generell sind die Associates mit der Personalführung recht zufrieden, vergeben für die Kommunikation ihrer Arbeitgeberin aber unterdurchschnittliche Noten. Durch die neue Position des Local-Partners will die Kanzlei nach eigenen Angaben junge Anwälte an den jeweiligen Standorten früher für Themen wie Personalentwicklung und Akquise in die Verantwortung nehmen.

Mehr Rollenvorbilder nötig. Für ihre Work-Life-Balance verteilen die ­Associates in der azur-Umfrage leicht überdurchschnittliche Noten, wünschen sich aber noch mehr Flexibilität bezüglich ihrer Arbeitszeiten. Die freie Zeiteinteilung spielt auch beim Thema Karriere und Familie eine Rolle, mit dem die angestellten Anwälte nicht ganz so glücklich sind. Zwar loben sie vereinzelt, die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, kritisieren aber andererseits, dass es Modelle wie die „Teilzeitpartnerschaft bisher nur auf dem Papier“ gebe. Tatsächlich arbeiten auf Non-Equity-Ebene nach Kanzleiangaben drei von sieben Partnern in Teilzeit, unter den Vollpartnern nur einer von 31.

Standorte in Deutschland: Frankfurt, Freiburg und Köln

Internationale Präsenz: Die Kanzlei pflegt seit Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Schweizer Kanzlei Kellerhals sowie mit bpv Hügel aus Österreich. Kooperationsbüros hat sie in Brüssel, Alicante, Schanghai, Istanbul und São Paulo.

Anwälte in Deutschland: 31 Vollpartner, 7 Non-Equity-Partner,47 Associates und 5 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 33,3%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 10 bis 18

Referendarplätze 2019: 50          Praktikumsplätze 2019: 50

Wissenschaftliche Mitarbeiter: werden nicht beschäftigt

Referendare: keine Angaben

Associates

  1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus
  2. und 3. Jahr: keine Angaben

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.