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12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Deutsche Telekom – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Nordrhein-Westfalen

Das sagt die azur-Redaktion

Konzern mit Weitblick. Das Image einer verstaubten Behörde hat die ­Telekom längst abgelegt. Auch in der Rechtsabteilung hat die Umstrukturierung der vergangenen Jahre für frischen Wind gesorgt. „Der Fortschritt ist mittlerweile an jeder Ecke bemerkbar“, lobt ein junger Syndikus seine Arbeitgeberin in der azur-Associate-Umfrage. Seit Kurzem arbeiten alle Juristen zusammen im Open Office – und zwar vom General Counsel bis zum Referendar. Die Ausbildungsangebote sind zum Teil digital und die Anwälte arbeiten stärker fachbereichsübergreifend zusammen. An verschiedenen Fachbereichen mangelt es nicht – von ­Patentrecht und Soft-IP über Beteiligungsmanagement, Regulierungs- und Kartellrechtsthemen bis hin zu technikgetriebenen Fragen ist alles dabei. In der azur-Umfrage verteilen die Telekom-Juristen Bestnoten für ihre Arbeitsinhalte. Auch externe Juristen loben die „fachliche Kompetenz“ und die „interessanten Projekte“ der Inhouseabteilung.

Frauen nach vorne. Einen Schritt voraus ist die Telekom vielen Wettbewerbern beim Thema Diversity und Work-Life-Balance. Als erstes Dax-Unternehmen führte der Konzern 2010 die Frauenquote ein. Mit fast 50 Prozent Frauenanteil in der Rechtsabteilung und einer Frau als General Counsel lässt die Telekom vor allem Kanzleien weit hinter sich. Das liegt auch an der konsequenten Förderung: Für Führungspositionen sind mindestens 30 Prozent Frauen in der engeren Bewerberauswahl verpflichtend, und auch bei dem Entwicklungsprogramm für die Chefs von morgen müssen 30 Prozent Frauen dabei sein. Dass die Syndizi Arbeit und Freizeit in Einklang bringen können, ist zum Teil tarifvertraglich geregelt – etwa das Rückkehrrecht aus der Teilzeit. Außerdem bietet die Telekom flexible Arbeitszeiten, verschiedene Teilzeitmodelle und einen Betriebskindergarten. Mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind die Syndizi, ebenso wie mit der Arbeitsbelastung, laut azur-Umfrage zufrieden.

Ausbildung im Open Space. Referendare und Praktikanten sind vom ­ersten Tag an in die alltägliche Arbeit eingebunden und können an den umfangreichen Ausbildungsprogrammen teilnehmen. Dank des Open Space-Konzepts bekommen sie alles hautnah mit. „Gute Arbeitsatmosphäre und sehr vielseitig“, lobt ein Praktikant in der azur-Bewerber­umfrage. Auch die Syndizi sind mit ihrem Fortbildungsangebot, das die Telekom regelmäßig mit neuen Inhalten erweitert, laut azur-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden. Die mehrtägigen, speziell für Juristen konzipierten Schulungen beinhalten zum Beispiel Prozessanalysen, Verhandlungstrainings oder Businessplan-Erstellung. Außerdem können die Syndizi an konzernweiten Soft-Skills-Trainings teilnehmen. Für potenzielle Führungskräfte gibt es ein spezielles Entwicklungsprogramm.

Stippvisite im Ausland. Wer bei der Telekom ein- und aufsteigen will, sollte gute Noten und idealerweise bereits Berufserfahung mitbringen. Daneben sind Auslandserfahrungen und gute Englischkenntnisse wichtig. Die Telekom-Juristen loben in der azur-Umfrage die „interkulturellen Austauschveranstaltungen und das Job-Visiting bei ausländischen Töchtern.“ Junge Syndikusanwälte auf dem Weg nach oben können an ­einem Austauschprogramm teilnehmen und bis zu einem halben Jahr im Ausland verbringen. In puncto Internationalität geben die Telekom-Juristen in der azur-Umfrage Bestnoten.

Branche: Telekommunikation

Standorte in Deutschland: Bonn, Frankfurt, Darmstadt, Stuttgart und München

Internationale Präsenz: Der weltweit aktive Konzern hat 2017 rund 67 Prozent seines Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Volljuristen in Deutschland: 179 (in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 46,9%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 5 bis 7

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2019: 1

Referendarplätze 2019: 5             Praktikumsplätze 2019: 4

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: keine Angaben

Syndikusanwälte

  1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.