azur100
12.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Ashurst – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Corporate

Das sagt die azur-Redaktion

Hohe Ambitonen. Ashurst ist eine geachtete Adresse für gesellschaftsrechtliche Beratung und Transaktionen. Die deutsche Corporate-Praxis ist zwar nicht allzu groß, spielt aber vor allem dank ihrer internationalen Vernetzung eine Rolle im Markt, etwa durch Mandate mit Asienbezug. Externe Anwälte beschreiben die Kanzlei in der azur-Associate-Umfrage als „fachlich top“ mit einer „tollen Mandantenbasis“. Auch die Ashurst-Associates selbst vergeben in der azur-Umfrage für Internationalität und Arbeitsniveau überdurchschnittliche Noten. Dieses Niveau will Ashurst halten und schaut bei Bewerbern jetzt wieder etwas schärfer hin: Absolventen müssen mindestens acht Punkte pro Examen mitbringen.

Praktikanten und Referendare gefordert. Praktikanten stellt Ashurst seit Kurzem Mentoren zur Seite, die sie in den Kanzleialltag einbinden. In der azur-Bewerberumfrage beschreibt ein Praktikant seine Zeit bei Ashurst als „sehr intensiv“, andere loben die „tolle Feedbackkultur“ oder die „abwechslungsreichen Arbeitsaufträge“. Referendare bindet je ein Associate in die Mandatsarbeit ein, zudem können sie an internen Veranstaltungen für die Anwälte, wie etwa einem Legal-English-Kurs, teilnehmen und sich mit einem Crashkurs für Klausuren auf ihr Staatsexamen vorbereiten. „Die Ausbildung ist sehr gut, der Englischkurs hervorragend“ urteilt ein Ex-Referendar in der azur-Bewerberumfrage.

Baustelle Weiterbildung. Ihren Associates bietet Ashurst in Deutschland mit in- und externen Seminaren zu Themen wie Bilanzanalyse, Verhandlungstechnik oder Legal English ein durchschnittliches Weiterbildungsangebot. Die internationalen Bausteine können sich schon eher sehen lassen: Berufseinsteiger dürfen zur Vernetzung mit ihren ausländischen Kollegen zu einem zweitägigen Seminar nach London. Zudem gibt es globale E-Learning-Angebote zu Themen wie Management oder Mandantenbetreuung. Für Associates mit Partnerambitionen bietet Ashurst ein spezielles mehrtägiges Programm, das zuletzt in Sydney stattfand. Die Associates geben für die Ausbildung in der azur-Umfrage durchwachsene Noten, sie wünschen sich „fachlich tiefer gehende, weniger oberflächliche Inhalte“, ein strukturierteres Curriculum“ und „mehr externe Kurse“. Für ihre Partner- und alternativen Karrierechancen hingegen verteilen sie leicht überdurchschnittliche Noten. Während mehrere anmerken, dass es „nichts zu verbessern gebe“, fordern einige wenige „klarere und transparentere Kriterien“. Weiterhin sind Frauen in der Partnerschaft kaum präsent: Von 21 Partnern sind nur drei weiblich.

Mehr Freizeit gewünscht. Die Ashurst-Associates vergeben in der azur-Umfrage recht gute Noten für ihre Work-Life-Balance und Arbeitsbelastung. Sie erwähnen etwa „verbesserte Homeoffice-Möglichkeiten“ und „Programme zum flexiblen Arbeiten“. Wunschlos glücklich sind sie allerdings nicht – kein Wunder bei den gut 56 Wochenstunden, die die Teilnehmer der azur-Umfrage als übliches Durchschnittspensum angeben. So schlägt ein Associate etwa vor, „weitere Mitarbeiter einzustellen“, ein anderer wünscht sich „flexiblere Arbeitszeitmodelle“, ein weiterer hätte schlicht gerne „geringere Arbeitszeiten“.

Standorte in Deutschland: Frankfurt und München

Internationale Präsenz: Ashurst ist in Westeuropa, Asien, Australien, Nahost sowie in New York und Washington D.C präsent.

Anwälte in Deutschland: 21 Vollpartner, 13 Counsel und 33 Associates

Frauenanteil Anwälte: 36,4%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 14 (davon 8 Frauen)

Neueinstellungen Volljuristen 2019: ca. 10

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2019: ca. 3

Referendarplätze 2019: 15          Praktikumsplätze 2019: 15

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 500 Euro/Wochenarbeitstag (vor dem 1. Examen), 800 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 1.000 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 800 Euro/Wochenarbeitstag; max. 4.000 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 100.000 bis 110.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro
  2. und 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: 40.000 bis 45.000 Euro

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.