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28.01.2019 | Autor/in: Juve Verlag für juristische Information GmbH
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Unentbehrlich: Digitalisierung und DSGVO rücken IT-Rechtler ins Zentrum

Kaum eine Transaktion kommt noch ohne IT-Rechtler aus. Die Grenzen zwischen klassischer und digitaler Wirtschaft verwischen. Da daneben neue Datenschutzbestimmungen in Kraft traten und inzwischen dazu führen, dass heimische oder gar konzerneigener Dienstleister stark gefragt sind, können die IT-Praxen über Arbeitsmangel nicht klagen. Ihr Mauerblümchendasein ist endgültig vorbei.

Wirtschaftskanzleien, die vor wenigen Jahren noch glaubten, IT-Recht sei nicht lohnend, haben spätestens 2018 ihre Strategie angepasst. Regelmäßig übernehmen inzwischen IT-Rechtler die Federführung in Transaktionen. Wie sich die Beraterwelt verändert, zeigte sich zuletzt bei Noerr: Die langjährige IT-Mandantin Bayer mandatierte die Kanzlei auch beim Verkauf von Crop-Science-Geschäften an BASF. IT sponsort M&A – noch vor wenigen Jahren undenkbar.

Dabei zeigt sich, dass ein internationales Netzwerk nicht nur im Kontext von Datenschutzthemen immer wichtiger wird. Insbesondere wegen der Vernetzung der Industrie ist eine grenzüberschreitende Beratung auch im IT-Recht heute Standard.

Konsequenterweise stehen bei allen IT-Praxen die Zeichen deutlich auf Wachstum. So hat Taylor Wessing die sowieso schon recht große Associate-Mannschaft des TMT-Teams gleich verdoppelt. Auch hat der Markt selten so viele Partnerernennungen im IT- oder Datenschutzbereich gesehen. Ein klares Bekenntnis der Kanzleien, ihre IT-Praxen nicht mehr als reine Unterstützer anderer Fachbereiche zu definieren. Ein klares Signal auch für aufstiegsorientierte Associates: Karriere machen gelingt nicht mehr nur in den hochtourigen Transaktionsgruppen.