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28.01.2019 | Autor/in: Helena Hauser
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Teamaufbau im Blick: Pinsent Masons startet mit sechs Partnern in Frankfurt

Gut sechseinhalb Jahre nach ihrem Markteintritt in Deutschland eröffnet Pinsent Masons ihr drittes Büro hierzulande: Neben München und Düsseldorf wird die britische Kanzlei künftig auch in Frankfurt vertreten sein. Der Startschuss dafür soll noch im ersten Quartal fallen. Für den Start gewann Pinsent sechs teils sehr bekannte Partner aus verschiedenen Kanzleien für die Bereiche Gesellschaftsrecht, M&A, Immobilienrecht sowie IP und IT. Geplant ist zudem, auch den Bereich Finanzdienstleistungen aufzubauen.

Vier der sechs neuen Partner in Frankfurt haben einen Corporate-Schwerpunkt: Dr. Volker Balda (49), der bislang bei KPMG Law die deutsche M&A-Praxis leitete sowie Co-Leiter des internationalen Fusions- und Übernahmerechtsteams war, Ronald Meißner (46) von Oppenhoff & Partner sowie Dr. Markus Friedl (45) und Sven Schulte-Hillen (55), die beide zuvor bei Dechert gearbeitet haben. Dazu kommen der IP/IT-Partner Nils Rauer (43) von Hogan Lovells und der Immobilienrechtler Dr. Tobias Nuß (44), der bislang bei Beiten Burkhardt tätig war. Wie an den beiden anderen Standorten will sich Pinsent auch in Frankfurt auf die Beratung der Branchen Technologie, Energie und Immobilien konzentrieren.

Schwerpunkt Transaktionsberatung

 

Der Wechsel von Balda dürfte für KPMG Law ein Verlust sein, er war einer der bekanntesten M&A-Partner des Big-Four-Rechtsberatungsarms. Neben M&A berät er auch im Gesellschafts- und Handelsrecht. Bevor er zu KPMG Law kam, hatte er bei Allen & Overy und Clifford Chance gearbeitet. Auch Meißners Weggang dürfte Oppenhoff schmerzen: Er zählte in der Kanzlei zu den aufstrebenden jungen M&A-Partnern und hat gute Kontakte in die Automotive- und Gamingbranche. 

Mit zum Startteam gehören auch die beiden bisherigen Dechert-Partner Friedl und Schulte-Hillen. Friedl fokussiert sich auf die Beratung von grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen sowie Restrukturierungen. Schulte-Hillen, der bei Dechert bereits Ende Juni ausgeschieden war, hat ähnliche Schwerpunkte, dazu kommen noch Finanztransaktionen. Vor seiner Zeit bei Dechert war Schulte-Hillen bis 2012 Co-Managing-Partner von Fried Frank Harris Shriver & Jacobson in Frankfurt.

Mit dem Hogan Lovells-Partner Rauer kommt auch ein erfahrener IP- und IT-Spezialist dazu, der seine Mandanten zu urheber-, marken-, werbe- und wettbewerbsrechtlichen Fragen sowie rund um das Thema Datenschutz/IT berät. Bei Hogan Lovells leitete er zuletzt das internationale Copyright-Team und das IP-, Media & Technology-Team in Frankfurt. Für den Sektor Immobilien steht im Frankfurter Pinsent-Büro künftig der ehemalige Beiten-Partner Nuß: Er berät regelmäßig zu internationalen Transaktionen und Unternehmens- sowie Immobilienstrukturierungen.

Bewährtes Modell

Wie bereits für ihre Standorte in München und Düsseldorf setzt Pinsent auch in Frankfurt auf ein starkes Team aus Quereinsteigern. Erst 2016 startete die Kanzlei in Düsseldorf mit einem KPMG Law-Team um die drei erfahrenen und auf die Energiebranche spezialisierten Anwälte Dr. Thorsten Volz, Dr. Sönke Gödeke und Dr. Torsten Wielsch. Sowohl in Düsseldorf als auch in München ist die Kanzlei stark gewachsen – mittlerweile sind über 90 Anwälte an den beiden Standorten tätig. Auch in Frankfurt will Pinsent um die Partner nach und nach das weitere Team aufbauen. (Helena Hauser)