Magazin-Artikel
15.05.2018 | Autor/in: Anika Verfürth

Wer im Glashaus sitzt

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Orte der Begegnung

Rödl & Partner

Arbeiten wie im Café: Die Working-Lounge direkt am Rhein können die Rödl-Anwälte drei Tage pro Woche nutzen. Wer möchte, kann den Raum gleich ganz mieten.

Wer bei Rödl nicht am Arbeitsplatz und auch nicht in einem der kleineren Meeting- oder Fokusräume arbeiten möchte, hat seit Anfang des Jahres noch eine weitere Option: die Working-Lounge. Im Erdgeschoss, mit Terrasse und direktem Rheinzugang, können die Mitarbeiter nun an drei Tagen in der Woche arbeiten. Kleine Sitzgruppen in den Ecken, lange Thekentische und eine Kaffeemaschine im Cateringbereich sorgen für eine Atmosphäre wie in einem Café. Ansonsten wird der Raum für Abend- und Mandantenveranstaltungen genutzt. Auch bei Latham soll das neue Progressive-Space-Büro diese abwechslungsreichen Freiräume bieten. So entsteht in der aktuellen Bauphase eine solche Working-Lounge auch in Frankfurt. „Wozu man sonst eher mal in ein Café gegangen ist, kann man künftig in der neuen Lounge machen“, sagt Felsenstein. Brainstorming, lockerer Austausch, Kaffeepause. Dieser Teil des Projektes ist für Latham weltweit ein Pilot. Hat etwa das Büro in New York City bereits eine Art Open Space, gibt es diese Working-Lounge nun erstmalig in Frankfurt. „Das ist auch für uns ein Experiment, wir sind sehr gespannt, wie das funktioniert“, so Felsenstein.

Wettbewerber sehen die Bürokonzepte nach wie vor skeptisch für deutsche Großkanzleien. Dennoch standen schon die ersten bei Latham vor der Tür, die einen neugierigen Blick in das neu konzipierte Büro werfen wollten. Fakt ist: „Die Allermeisten, die einmal im offenen Büro gearbeitet haben, wollen auch nicht mehr zurück“, bringt es Zalando-General Counsel Menz auf den Punkt. Der Entschluss, auf Einzelbüros zu verzichten, ist aber gleichzeitig der Entschluss,
eine neue Unternehmenskultur zu implementieren. Ob nun Open Space oder doch erst mal semi-closed. ▪

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