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23.02.2018

Winheller

Top-Arbeitgeber Nachfolge/Vermögen/Stiftungen – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Frankfurt, Berlin, Hamburg, Karlsruhe und München

Internationale Präsenz: Winheller hat kein eigenes Auslandsbüro, unterhält aber weltweit enge Beziehungen zu befreundeten Kanzleien. Darüber hinaus ist die Kanzlei Mitglied in drei internationalen Netzwerken.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 1 Vollpartner, 3 Non-Equity-Partner, 2 Counsel, 7 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 26,7%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 3 bis 4

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine

Referendarplätze 2018: 3

Praktikumsplätze 2018: 7

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
600 bis 700 Euro/Wochenarbeitstag,
individuelle Vergütung nach dem 2. Examen

Referendare: 600 bis 700 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 60.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

2. Jahr: 66.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

3. Jahr: 72.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

Planbare Arbeitszeiten. Was Großkanzleien wie Linklaters und McDermott Will & Emery als alternatives Karrieremodell anpreisen, ist in der auf Stiftungsrecht spezialisierten Boutique Winheller längst Alltag. Ihre Anwälte ­können sich auf planbare Arbeitszeiten und rund 45 Wochenstunden ­verlassen. Das sind satte neun Stunden weniger als der Marktdurchschnitt, der sich aus der azur-Associate-Umfrage ergibt. Gute Voraussetzungen also für die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben, denn außer dem Namenspartner arbeiten derzeit alle Winheller-Anwälte nach dem 45-Stunden-Modell. Wer sich dadurch nicht ausgelastet fühlt, kann auch mehr arbeiten. Dann gelten jährlich 1.760 statt 1.200 abrechenbare Stunden als Richtwert, und das Gehalt steigt um bis zu 50 Prozent.

azur Urteil Winheller

Fachkarriere oder Partnerschaft? Nach frühestens vier Jahren steigen Associates zum angestellten Partner auf und übernehmen damit mehr Management- und Organisationsaufgaben. Wer seinen Fokus lieber auf eine Fachkarriere – ohne Akquise- und Personalverantwortung – legen will, kann den Counsel-Pfad einschlagen. Auf den jeweils anderen Karrieretrack zu wechseln, ist jederzeit möglich. Besonders auf die Partnerkarriere bereitet die Kanzlei ihre jungen Anwälte frühzeitig vor, indem sie ihnen schnell Verantwortung für eigene Mandate überträgt und sie bei der Entwicklung eines eigenen Geschäftsbereichs unterstützt. Zugute kommt den Associates dabei, dass Winheller auch Nischenthemen wie etwa Stiftungs- und Kirchenrecht besetzt.

Viel Engagement für die Ausbildung. Die Entwicklung ihrer angestellten Anwälte fördert Winheller mithilfe individueller Pläne. Neben dem praktischen Training im Alltag und internen Weiterbildungen erhält jeder Jurist ein Fortbildungsbudget, das nach Rücksprache mit den Partnern in fachliche Weiterbildungen oder Schulungen etwa zu Soft Skills fließt. Fachanwaltslehrgänge und LL.M.s bezuschusst die Kanzlei mit mindestens der Hälfte der Kosten. Feedback zu ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung bekommen die Associates in monatlichen Gesprächen. Damit deckt Winheller alle wesentlichen Ausbildungspunkte ab und investiert viel Zeit in ihre Mitarbeiter – für eine Einheit dieser Größe keine Selbstverständlichkeit.

Weniger Struktur für Praktikanten und Referendare. Dieses Engagement wünschen sich auch die Referendare, die vereinzelt an der azur-Bewerberumfrage teilgenommen haben. Einer fordert „mehr Investitionen in den Nachwuchs und ein strukturiertes Programm“. Das bietet die Kanzlei bislang in der Tat nicht, dafür bemüht sie sich aber um eine engmaschige Betreuung der Nachwuchsjuristen. Auch darum kommen hier nur maximal drei Referendare pro Jahr unter. Ein Mentor kümmert sich während der Stage um die Nachwuchsjuristen, verteilt Aufgaben und steht für die Beantwortung von Fragen bereit. Praktikanten wie Referendare arbeiten an Mandaten mit und besuchen auch interne Fortbildungen für die angestellten Anwälte.