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23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
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Redeker Sellner Dahs

Top-Arbeitgeber NRW – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Bonn, Berlin, Leipzig und München

Internationale Präsenz: Redeker hat Auslandsbüros in Brüssel und London und unterhält zudem eine strategische Allianz mit der britisch-amerikanischen Kanzlei Womble Bond Dickinson.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 41 Vollpartner, 22 Counsel, 33 Associates und 4 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 22,0%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 6 bis 8

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine Angaben

Referendarplätze 2018: 50

Praktikumsplätze 2018: 30

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
450 Euro/Wochenarbeitstag (vor dem 1. Examen),
600 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen),
750 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: max. 600 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 85.000 Euro

2. und 3. Jahr: keine Angaben

Fachlich top, Bezahlung flop. Die auf Öffentliches Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit Hauptsitz in Bonn genießt in Sachen Ausbildung schon seit Langem einen guten Ruf. Lobten bislang vor allem Praktikanten und Referendare das gut strukturierte Programm, hat Redeker nun auch die Fortbildungen für Associates erweitert. Das kommt gut an: Beinahe alle Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage sehen es als spürbare Verbesserung. Auch insgesamt sind die Redeker-Associates recht zufrieden mit ihrer Kanzlei mit Ausnahme des Gehalts, für das sie in der azur-Umfrage nur unterdurchschnittliche Noten vergeben.

azur Urteil Redeker Sellner Dahs

Praktische Ausbildung für Referendare und Praktikanten. Praktikanten bietet Redeker zweimal im Jahr die Möglichkeit, die Kanzlei für sechs Wochen kennenzulernen. Bis zu 30 Studenten im Jahr können an diversen fachlichen Vorträgen erfahrener Anwälte teilnehmen und zudem an Mandaten mitarbeiten. Ex-Praktikanten loben das „sofortige Mitarbeiten und den großen Vertrauensvorschuss“. Referendare nehmen ebenfalls an Fachvorträgen teil und begleiten Anwälte zu Gerichts- und Mandantenterminen. Zusätzlich bietet Redeker ihnen einen wöchentlichen Englischkurs an. Duale Ausbildungsstationen sind ebenfalls möglich: Nach einer Ausbildungsphase in Bonn können Referendare auch für begrenzte Zeit in die Redeker-Büros nach Brüssel oder Berlin gehen.

Mehr Struktur für Associates. Stand bisher das Lernen aus der Praxis im Zentrum, hat Redeker nun ein Fortbildungsprogramm auf die Beine gestellt, das alle Anwälte vom zweiten bis zum fünften Berufsjahr durchlaufen und das sie vor allem in Soft Skills schult. „Zugleich“, lobt ein Associate in der azur-Umfrage, „wird uns selbstständiges Arbeiten zugetraut und ermöglicht“. Den Fachanwaltstitelerwerb unterstützt die Kanzlei finanziell. Das Ausbildungsangebot beurteilen die Associates in der azur-Umfrage mit überdurchschnittlich guten Noten. Daneben hat Redeker auch neue Karrierestufen eingeführt: Nach zwei Jahren können Anwälte nun Senior Associate werden, drei Jahre später steht die Beförderung zum Junior-Partner an. Redeker hat zwar in den letzten beiden Jahren insgesamt nur einen Partner ernannt, doch das nehmen ihr die Associates nicht übel: Sie bewerten die Aufstiegsmöglichkeiten überdurchschnittlich gut und sehen „faire Chancen auf die Partnerschaft“.

Ausgeprägter Frauenmangel. Frauen spielen auf Partnerebene allerdings kaum eine Rolle, und auch insgesamt liegt der Frauenanteil bei Redeker weit unter dem Marktdurchschnitt. Das bemerken auch die Teilnehmer der Associate-Umfrage. „Hier gibt es Nachholbedarf“, schreibt einer. Dafür loben die Umfrageteilnehmer die „humane Arbeitsbelastung“. Zwar geben sie im Mittel 56 Wochenstunden an, zwei Stunden mehr als der Marktdurchschnitt. Als besonders belastend empfinden sie ihre Arbeit aber nicht. Lob gibt es in der azur-Umfrage für die „flexible Zeiteinteilung und Möglichkeit des Homeoffice“. Eigentlich gute Bedingungen für berufstätige Eltern, doch auch hier müsste Redeker offensiver agieren, wie die Associates bemerken. Die Umfragenote zur Vereinbarkeit von Familie und Karriere ist unterdurchschnittlich.