azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
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Orth Kluth

Top-Arbeitgeber NRW – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Düsseldorf und Berlin

Internationale Präsenz: Orth Kluth kooperiert bei internationalen Mandaten mit unabhängigen ausländischen Kanzleien.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 15 Vollpartner, 13 Non-Equity-Partner, 30 Associates und 8 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 42,4%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 4 bis 6

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine

Referendarplätze 2018: 8

Praktikumsplätze 2018: 10

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: keine Angaben

Associates

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Hier machen Frauen Karriere. Als „solide“ gilt die mittelständisch ausgerichtete Sozietät bei den Teilnehmern der azur-Associate-Umfrage, die in anderen Kanzleien arbeiten. Die Orth Kluth-Associates selbst sind deutlich enthusiastischer und loben die „tolle Arbeitsatmosphäre“ und die guten Aufstiegschancen. Warum das so ist, zeigen die Zahlen: In den vergangenen zwei Jahren hat Orth Kluth gleich vier ihrer Associates zu Salary-Partnern ernannt und drei Anwälte in die Vollpartnerschaft gehoben. Dass zwei der neuen Vollpartner Frauen sind, ist bemerkenswert, denn in den meisten Kanzleien endet die Karriere für den Großteil aller Anwältinnen spätestens auf Salary-Partner-Level – allen Beteuerungen, Diversity-Initiativen und Förderprogrammen zum Trotz. Insgesamt liegt der Partnerinnenanteil zwar auch bei Orth Kluth noch nicht besonders hoch, doch dass es bald weitere Aufsteigerinnen geben dürfte, ist absehbar: Fast 40 Prozent der Salary-Partner sind Frauen.

azur Urteil Orth Kluth
Praktikanten und Referendare von Anfang an nah dran. Praktikanten bindet Orth Kluth eng in die tägliche Arbeit ein, die Betreuung übernehmen die Associates. Referendare können zusätzlich zur Mitarbeit im Beratungsalltag an allen Inhouseschulungen für Associates teilnehmen. Zudem unterstützt die Kanzlei bei der Vorbereitung aufs Zweite Staatsexamen, indem sie die Teilnahme an Aktenvortragstrainings und Klausurenkursen ermöglicht – ein solides Ausbildungsangebot also, das bei den Referendaren gut ankommt und auch von den angestellten Anwälten der Kanzlei als „gut strukturiert“ gelobt wird. Regelmäßig stellt Orth Kluth zudem ehemalige Referendare als Associates ein.

Ausbildung mit Struktur. Das Weiterbildungsprogramm für angestellte Anwälte hat Orth Kluth im vergangenen Jahr inhaltlich ergänzt und stärker strukturiert. Alle zwei Monate besuchen die Anwälte nun fachliche Weiterbildungsveranstaltungen, die teils externe Referenten, teils erfahrene Kollegen aus der Kanzlei selbst bestreiten. Die Associates können selbst vorschlagen, welche Themen behandelt werden. Zusätzlich hat Orth Kluth das Angebot an Soft-Skills-Seminaren erweitert, vom Verhandlungstraining bis zum Zeitmanagement. Den Ausbau des Schulungsangebots loben einige Associates in der azur-Umfrage als spürbare Verbesserung. Insgesamt aber geben sie ihrem Arbeitgeber in der azur-Associate-Umfrage für das Ausbildungsangebot nur mäßige Noten.

Teilzeit ist auch Chefsache. Auch mit ihrem Gehalt sind die Orth Kluth-Associates laut der azur-Umfrage weniger zufrieden als die meisten anderen Teilnehmer aus Kanzleien – kaum verwunderlich, erreichen die Orth Kluth-Anwälte nach azur-Informationen doch oft erst nach mehreren Jahren die 70.000-Euro-Schwelle, während zahlreiche Düsseldorfer Wettbewerber schon Berufsanfänger mit sechsstelligen Gehältern locken. Dafür glänzt sie mit zeitlicher Flexibilität: Teilzeitarbeit ist sowohl auf Salary- als auch auf Equity-Partner-Ebene gang und gäbe. „Es herrscht keine Präsenzkultur, gewertet wird das Ergebnis“, schreibt ein Teilnehmer in der Umfrage. Wenig arbeiten müssen die Anwälte bei Orth Kluth indes nicht: Die Wochenarbeitszeit liegt laut azur-Umfrage mit rund 56 Stunden über dem Marktdurchschnitt. Mit ihrer Work-Life-Balance sind die Associates deshalb eher unzufrieden, und ein Umfrageteilnehmer meint sogar: „Die Kanzlei sollte weniger von den Associates erwarten – wir sind keine Großkanzlei.“