azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Lutz Abel

Top-Arbeitgeber Bayern – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: München, Hamburg und Stuttgart

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat ein eigenes Büro in Brüssel und ist Teil des weltweiten Netzwerks GGI Geneva Group International.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 11 Vollpartner, 20 Non-Equity-Partner, 18 Associates und 1 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 24%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 8 bis 10

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine Angaben

Referendarplätze 2018: ca. 8

Praktikumsplätze 2018: 6

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
13 Euro/h (nach dem 1. Examen),
15 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 500 Euro/Wochenarbeitstag; max. 1.500 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus

2. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro plus Bonus

3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Das Wachstum geht weiter. In den letzten Jahren expandierte Lutz Abel vor allem mit Quereinsteigern. Nun ist der Nachwuchs an der Reihe: Die Kanzlei will 2018 gleich zehn Berufsanfänger einstellen. Dabei sind ­Anpacker gefragt, die früh Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen wollen. „Lutz Abel lässt einem Luft zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung“, lobt ein Associate in der azur-Umfrage. Auch insgesamt sind die Umfrageteilnehmer mit Lutz Abel als Arbeitgeber sehr zufrieden. Den Fokus auf Eigeninitiative spiegelt die neue Gehaltsstruktur der Kanzlei wider: Übersteigt der individuelle Umsatz einen festgesetzten Betrag, bekommt ein Associate von jedem weiteren umgesetzten Euro 20 Prozent als Bonus.

azur Urteil Lutz Abel

Individuelles Ausbildungsprogramm. Jedem Associate steht von Anfang an ein Partner als Mentor zur Seite. Die ersten Monate sind als Orientierungszeit angelegt, in der die jungen Anwälte sich verschiedene Fach­bereiche anschauen und auch die Arbeit anderer Partner kennenlernen können. Das ist nicht bei vielen Kanzleien selbstverständlich. Den konkreten Ausbildungsplan entwickelt dann der Partner zusammen mit seinem Associate. Die Ausbildung besteht aus Fachanwaltskursen, internen und externen fachlichen Fortbildungen und Soft-Skills-Coachings, etwa zu Verhandlungstechnik und Rhetorik. Auf dem Weg zur Partnerschaft unterstützt die Kanzlei ihre Associates mit regelmäßigen Feedback­gesprächen. Damit sind die Associates sehr zufrieden, wie die azur-­Umfrage zeigt. Ein Teilnehmer lobt ausdrücklich die „klare Benennung der erforderlichen Kriterien für die Partnerschaft“.

Rundumblick für Praktikanten und Referendare. Dem Nachwuchs will die Kanzlei einen möglichst umfassenden Einblick in die Anwaltsarbeit geben. Jeder bekommt einen persönlichen Mentor zur Seite gestellt. Praktikanten und Referendare begleiten die Partner zu Gerichtsterminen und nehmen an den kanzleiinternen Associate-Schulungen teil. Darüber hinaus dürfen Praktikanten in verschiedene Praxisgruppen hineinschnuppern. Referendare bekommen für die Vorbereitung auf das Staatsexamen Tipps von Partnern, die auch als Examensprüfer tätig sind, zusätzlich hilft ein Coaching bei der weiteren Karriereplanung.

Work-Life-Balance in Ordnung. Die Lutz Abel-Associates berichten in der azur-Umfrage im Durchschnitt von knapp 51 Wochenstunden und ­geben ihrem Arbeitgeber für Arbeitszeiten und Work-Life-Balance fast durchweg Bestnoten. Einer lobt besonders die „vernünftigen Arbeitszeiten und die Flexibilität des Arbeitsortes“. Ebenso zufrieden sind sie mit dem Homeoffice-Angebot, den Teilzeitmodellen und der Vereinbarkeit von Familie und Karriere. So übernimmt die Kanzlei etwa anteilig die Kosten für die Kinderbetreuung. Ihre Frauenquote nach oben zu schrauben, ist ihr trotz alledem bisher nicht gelungen: Nur knapp ein Viertel der Anwälte sind Frauen, die Equity-Partnerschaft ist sogar eine reine Männerriege. Eine Diversity-Beauftrage soll sich dessen nun annehmen.