azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
Themen in dieser Nachricht:

Lindemann Schwennicke & Partner

Top-Arbeitgeber Osten – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Deutschland: Berlin

Internationale Präsenz: Die Bank- und Finanzrechtsboutique hat keine eigenen Auslandsbüros, sondern arbeitet international mit ausgewählten Kanzleien zusammen.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 7 Vollpartner, 1 Counsel und 11 Associates

Frauenanteil Anwälte: 31,6%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 2 bis 3

Referendarplätze 2018: 4

Praktikumsplätze 2018: 4

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
20 Euro/h (vor dem 1. Examen),
20 Euro/h (nach dem 1. Examen),
25 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 400 Euro/Wochenarbeitstag; max. 2.000 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro

2. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro

3. Jahr: 85.000 bis 95.000 Euro

Früh vor Gericht. Als Bank- und Finanzrechtsboutique ist LSP in Berlin so gut wie einzigartig – die meisten Banking-Praxen sitzen in Frankfurt. Dort haben auch die LSP-Anwälte immer wieder zu tun, denn die Kanzlei berät aus der Bundeshauptstadt heraus Mandanten aus ganz Europa. Weil die Mannschaft insgesamt relativ klein ist, müssen alle schnell mit anpacken. Associates haben vom ersten Tag an Mandantenkontakt. Statt mit einem festen Mentor arbeitet jeder Associate mit wechselnden Partnern zusammen. So lernt er nicht nur das gesamte Team, sondern auch einen guten Teil des Themenspektrums der Kanzlei kennen. Zum Beispiel Prozesse: Bevor es das erste Mal alleine vor Gericht geht, üben die Nach­wuchsanwälte in einem internen ‚Mock Trial‘ ihre Verhandlungskünste und treten gegen einen Kollegen an, der den Prozessgegner spielt – unter Vorsitz eines Partners als ‚Richter‘. In der azur-Umfrage loben einzelne LSP-Associates den „frühzeitigen Mandantenkontakt und das selbstständige Arbeiten“.

azur Urteil Lindemann

Akquise gehört dazu. Um ihre Anwälte auf dem Weg in die Partnerschaft zu unterstützen, beziehen die Partner sie eng in ihre Mandatsakquise ein. Schließlich muss ein erfolgreicher Anwalt nicht nur juristische Qualitäten mitbringen, sondern auch Mandanten für sich gewinnen können. Bei Lindemann Schwennicke treffen sich die Partner alle zwei Wochen, um ihre Marketingaktivitäten zu besprechen. Die erfahreneren Asso­ciates sind regelmäßig dabei und bekommen die Chance, sich mit Vorträgen oder Workshops zu bestimmten Fachthemen zu positionieren.

Realitätstest für Referendare. Bis zu vier Praktikanten lernen in der Berliner Boutique jedes Jahr den Anwaltsberuf kennen, kommen mit zu Gerichtsterminen und erledigen Aktenarbeit. Referendare können an den internen Fortbildungsveranstaltungen für die Associates teilnehmen, doch auch bei ihnen steht die praktische Ausbildung im Vordergrund.In enger Zusammenarbeit mit den Anwälten erstellen sie Memos und Schrift­sätze und nehmen – soweit möglich – an der täglichen Mandatsarbeit teil. Spezielle Angebote zur Examensvorbereitung, wie sie inzwischen auch einige Boutiquen anbieten, gibt es bei LSP nicht.

Gründlich hingeschaut. Bei der Auswahl ihrer Bewerber nimmt es die Kanzlei sehr genau, schließlich kommt es in einem kleinen Team umso stärker darauf an, dass das Zusammenspiel der einzelnen Persönlichkeiten funktioniert. Bewerber lernen in ihrem Vorstellungsgespräch nacheinander alle Anwälte der Kanzlei kennen – das kann bis zu fünf Stunden dauern. Alle Associates haben ein Vetorecht bei der Einstellung neuer Kollegen. Wenn die Chemie nicht stimmt, hat ein Bewerber darum schlechte Karten. Passen muss es nicht nur menschlich, sondern auch fachlich. Ein VB ist Pflicht, ein zweites noch besser. In der Summe sollten Bewerber mindestens 18 Punkte aus beiden Examen vorweisen. Die Auswahl scheint zu funktionieren: Die LSP-Associates, die vereinzelt an der azur-Umfrage teilnahmen, sind mit dem Betriebsklima ausgesprochen zufrieden. Auch die Work-Life-Balance finden sie in Ordnung. Neben flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice bietet die Kanzlei erfahreneren Anwälten die Möglichkeit, ein bis zu dreimonatiges Sabbatical einzulegen.