azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
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Küffner Maunz Langer Zugmaier

Top-Arbeitgeber Steuerrecht – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Düsseldorf und München

Internationale Präsenz: Die Kanzlei unterhält keine internationalen Standorte.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 6 Vollpartner, 1 Counsel und 16 Associates

Frauenanteil Anwälte: 30,4%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 12 (davon 7 Frauen)

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 3 bis 4

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: 2

Referendarplätze 2018: 10

Praktikumsplätze 2018: 4

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
17,50 Euro/h (vor dem 1. Examen),
25 Euro/h (nach dem 1. und nach dem 2. Examen)

Referendare: 1.000 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 90.000 bis 100.000 Euro

2. Jahr: 97.000 bis 117.000 Euro

3. Jahr: 105.000 bis 115.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: 66.000 Euro

VAT’s your future? Für alle, die bei dieser Frage nicht stutzen, ist die angesehene Münchner Boutique KMLZ ein spannender Arbeitgeber, denn die auf Umsatzsteuerrecht spezialisierte Einheit sucht Bewerber, die auf Anhieb wissen, dass Value Added Tax für Mehrwertsteuer steht – und den Unterschied zwischen sieben und 19 Prozent kennen. Neben dem Umsatzsteuerrecht befasst sich die Kanzlei mit dem angrenzenden Straf- und Zollrecht. Und das ist nach Meinung der Associates, die vereinzelt an der azur-Umfrage teilnahmen, überaus spannend: Sie vergeben Bestnoten für den Anspruch und das Niveau ihrer Arbeitsinhalte.

azur Urteil Küffner Maunz

Viel Arbeit, hohes Gehalt. Weniger begeistert sind sie von der hohen Arbeitsbelastung, die laut azur-Umfrage wie im vergangenen Jahr deutlich über dem marktüblichen Durchschnitt von 54 Stunden liegt. Auch mit ihren Karriereperspektiven sind die Teilnehmer unzufriedener als noch im letzten Jahr. Das mag auch daran liegen, dass die Kanzlei 2017 keinen neuen Vollpartner ernannt hat, was – wie bei Wettbewerbern auch – ein enttäuschendes Signal an potenzielle Partnerkandidaten sendet. Als alternative Karriereoption hat KMLZ 2016 den Counsel-Status eingeführt, der nicht mit bestimmten Akquiseverpflichtungen verknüpft ist. Ein Anwalt hat sich bislang für diese Spezialistenlaufbahn entschieden. Beim Thema Gehalt schneidet KMLZ dagegen überdurchschnittlich gut ab. Kein Wunder, denn mit 90.000 bis 100.000 Euro bewegt sich die Boutique auf dem Niveau mancher Großkanzlei.

Referendare und Anwälte lernen gemeinsam. Auch beim Weiterbildungsangebot kann KMLZ durchaus mit größeren Einheiten mithalten. In aufeinander aufbauenden Modulen bietet sie Grundlagenschulungen für Referendare genauso an wie Führungskräfte- und Akquisetraining für Managing Associates. Die Teilnahme an den internen Schulungen ist verpflichtend – sowohl für Associates als auch für Partner. Letztere berichten aus ihrer täglichen Mandatsarbeit und sorgen so für eine praxisnahe Vertiefung der fachlichen Themen. Dabei geht es zum Beispiel um die umsatzsteuerliche Behandlung von Werbezeiten im Fernsehen. Externe Veranstaltungen sind auch Teil des Programms, werden aber „nur selten gefördert“, wie ein Associate in der azur-Umfrage anmerkt.

Hohe Ansprüche an Bewerber. Umsatzsteuerrechtsexperten mit den hier geforderten zwei Prädikatsexamina sind nicht nur in Düsseldorf und München rar gesät. Um trotzdem geeignete Kandidaten zu finden, sucht KMLZ früh den Kontakt zu Nachwuchsjuristen. Einmal im Jahr bietet sie zwölf Bewerbern einen Blick hinter die Kanzleikulissen: Ein Highlight neben dem Speeddating mit Partnern und Associates ist eine Stadtführung auf den Spuren kurioser Steuervorschriften und Zollbestimmungen aus dem Mittelalter. Wer als Praktikant, wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Referendar überzeugen konnte, landet im Talentpool der Kanzlei und hat es leichter, sich auf eine Associate-Stelle zu bewerben. Denn bei ehemaligen Referendaren, die gut ins Team passen, drückt die Kanzlei auch mal ein Auge zu, wenn es mit dem Doppel-VB nicht geklappt hat.