azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
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Google

Top-Arbeitgeber Informationstechnologie – azur100 2018

Das Unternehmen auf einen Blick

Branche: Informationstechnologie und Kommunikation

Standorte in Deutschland: Berlin, Hamburg und München

Internationale Präsenz: Internationales Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Mountain View und mehr als 70 Niederlassungen in 40 Ländern weltweit. Die europäische Zentrale sitzt in Dublin.

Personalkennzahlen

Volljuristen in Deutschland: 21 (davon 13 in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 38,5%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 2 bis 3

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: 1 bis 2

Referendarplätze 2018: 8

Praktikumsplätze 2018: keine

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: max. 2.500 Euro/Monat

Syndikusanwälte

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Juristen im Zeichen der Zeit. Datenschutz ist überall, vor allem bei Google. Auch für den Internetriesen steht das neue europäische Datenschutzgesetz an erster Stelle – und das nicht erst seit gestern. Schließlich dreht sich sein Kerngeschäft um Daten. Zentrale Themen in der Rechtsabteilung sind ebenso das neue Netzwerkdurchsuchungsgesetz oder die geplante Neuerung der E-Privacy-Richtlinie. Auch der Umzug von Daten in die Cloud birgt rechtliche Fragen, vor allem im Vertragsrecht. Verhandlungen dazu mit großen Geschäftspartnern sind keine Seltenheit im Alltag eines Google-Juristen. Ob bei Grundsatzverfahren, vor den Kartellbehörden oder bei der Umsetzung neuer Gesetze, die Konzernjuristen betreten regelmäßig rechtliches Neuland. Und der Blick reicht bereits weiter in die Zukunft: Die künstliche Intelligenz beschäftigt das Unternehmen und so auch seine Juristen.

azur Urteil Google

Freie Fahrt für Referendare. Eine Station bei Google bedeutet, dass grundsätzlich alle Türen offenstehen. Der Nachwuchs soll möglichst vielseitige Einblicke in den Alltag der Inhouseabteilung erlangen. So kann ein Termin bei der Datenschutzbehörde genauso auf dem Plan stehen wie eine Gerichtsverhandlung samt Vorbereitung bei externen Anwälten. Ohne festes Programm setzt Google auf die Eigeninitiative der Referendare: Je mehr davon jeder mitbringt, desto tiefer die Einblicke während der Stage. Nicht nur die Referendare, auch die Syndizi hält Google mit einem internen und externen Weiterbildungsprogramm auf dem aktuellsten Stand. Neu im Programm ist ein Datenschutztraining. Google-Juristen loben in der azur-Umfrage die „regelmäßigen internen Updates zu aktuellen Rechtsthemen“.

International und divers. Wer nicht problemlos ins Englische wechseln kann, ist als Jurist im internationalen Geschäft von Google schlecht aufgehoben. Google fördert Auslandsaufenthalte von bis zu sechs Monaten an anderen Standorten, etwa bei der Tochter YouTube in Kalifornien. An die Internationalität knüpft sich die gelebte Diversität. Programme und Gruppen auf nationaler und internationaler Ebene bilden das Herzstück. Dazu gehören auch der interne Diversity-Award, die Teilnahme am Christopher Street Day oder die Unterstützung von Mitarbeitern bei ihrem ­persönlichen Transgender-Prozess. So loben die Google-Juristen in der azur-Umfrage auch die „gezielte Förderung von Minderheiten“ oder die „Förderung und Inklusion von Mitarbeitern mit Behinderung“. Das alles klingt nach einem nahezu perfekten Arbeitgeber, allerdings nur für berufserfahrene Juristen, denn Berufseinsteiger stellt Google wie auch andere Unternehmen eher selten ein.

Work-Life-Balance wird trainiert. Die Google-Juristen sind höchst zufrieden mit ihrem Arbeitgeber insgesamt und loben „die gezielte Förderung mit wöchentlichen 1-zu-1-Treffen“ und schätzen ihre „Verantwortung ab Tag eins“. Aber auch das Drumherum stimmt. Dazu zählt neben dem Gratisessen in der hauseigenen Kantine auch die volle Unterstützung bei der Familienplanung. So bietet Google „drei Monate voll bezahlte Elternzeit zusätzlich zu den gesetzlichen Angeboten“, wie ein ­Jurist in der azur-Umfrage lobt. Ein eigene Training unterstützt beim Zeitmanagement, und Arbeitsort und -zeit sind grundsätzlich flexibel.