azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Fieldfisher

Top-Arbeitgeber Norden – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Hamburg, Düsseldorf und München

Internationale Präsenz: Fieldfisher unterhält Büros in Europa (Großbritannien, Italien, Frankreich), dem Mittleren Osten, Russland, den USA und Japan.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 8 Vollpartner, 16 Non-Equity-Partner, 4 Counsel, 21 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 41,2%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 8 bis 15

Referendarplätze 2018: 15

Praktikumsplätze 2018: 10

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
450 Euro/Wochenarbeitstag (vor dem 1. Examen),
700 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen)

Associates

1. Jahr: 60.000 bis 80.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

2. und 3. Jahr: keine Angaben

Hamburger Geheimtipp. An den Bekanntheitsgrad anderer großer, ­internationaler Kanzleien mit britischen Wurzeln reicht Fieldfisher in Deutschland nicht heran. Dafür zeigen sich die Associates in der azur-Umfrage außerordentlich zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Top-Noten vergeben sie unter anderem für das Betriebsklima. „Bei Fieldfisher herrscht eine sehr angenehme, offene und lockere Unternehmenskultur“, sagt ein Umfrageteilnehmer, und ein anderer beschreibt sie als „unterschätzte Kanzlei“, in der ein „netter, fast schon familiärer Umgang miteinander“ herrsche. Das bekommen schon Praktikanten und Referendare mit, die sich laut der azur-Bewerberumfrage „gut ins Team integriert“ fühlen. Ein ehemaliger Mitarbeiter lobt die Atmosphäre als „locker, sehr entspannt, aber professionell“.

azur Urteil Fieldfisher

Mehr Struktur für Praktikanten und Referendare. Derzeit feilt Field­fisher an einem formalisierten Praktikantenprogramm – bisher können Praktikanten zwar in verschiedene Dezernate hineinschnuppern und die Anwälte etwa zu Gerichtsverhandlungen begleiten, abgesehen davon gibt es aber keine festen Ausbildungsinhalte. Die Referendare begleitet ein Mentor, der regelmäßig Feedback gibt. Neben den Associate-Seminaren können sie an den mittäglichen Fachvorträgen sowie dem Trainingsprogramm für die jungen Anwälte teilnehmen. Für die Examensvorbereitung sorgen bis zu fünf Kaiserseminare. Wer sich außerdem sozial engagieren möchte, kann dies in einem Flüchlingsprojekt der Bucerius Law School oder in der dortigen Law Clinic tun, in der Bedürftige Rechtsrat suchen.

Lernen beim Lunch. Die Kanzlei hat ihr Aus- und Fortbildungsprogramm für Associates neu aufgelegt. Wie den Referendaren steht auch den Berufseinsteigern ein erfahrener Anwalt als Mentor zur Seite. Neben der fachlichen Ausbildung in der Praxisgruppe treffen sich die Associates im Zweimonatsrhythmus zum ‚Legal Lunch‘, wo Partner zu den verschiedenen Rechtsbereichen referieren. Neben juristischen Fachveranstaltungen gibt es neu eingeführte, ganztägige Workshops zu Themen wie Produktivität, Business Development, Bilanzanalyse oder Präsentationstechniken. Darüber hinaus finanziert Fieldfisher bei Bedarf auch weitere fachliche Fortbildungen. Im Einzelfall besteht die Möglichkeit zu einem Secondment im Londoner Büro. Nach dem dritten Berufsjahr können Senior Associates zudem am kanzleiinternen Fortbildungsprogramm für Führungskräfte teilnehmen, bei dem Akquise, Personalentwicklung und Führungskompetenz auf dem Stundenplan stehen. Die jungen Anwälte bewerten das neue Trainingsprogramm als deutliche Verbesserung und vergeben für die Weiterbildung überdurchschnittliche Noten. Auch mit den Karrierechancen zeigen sie sich zufrieden, obwohl es im vergangenen Jahr keine Partnerernennung aus den eigenen Reihen gab.

Arbeitszeiten gut erträglich. Durchweg positiv bewerten die Fieldfisher-Associates ihre Work-Life-Balance sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ihre Arbeitszeit liegt mit unter 50 Wochenstunden laut azur-Umfrage knapp fünf Stunden unter dem Marktdurchschnitt, und Umfrageteilnehmer loben unter anderem die „gute Arbeitsverteilung im Team“. Teilzeit und Homeoffice sind möglich und werden auch auf Partnerebene vorgelebt. Einziger Wermutstropfen ist in den Augen der Associates die Vergütung, für die sie unterdurchschnittliche Noten vergeben.