azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Eversheds Sutherland

Top-Arbeitgeber Corporate – azur100 2018 

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf

Internationale Präsenz: Weltweit 66 Büros in 32 Ländern.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 7 Vollpartner, 27 Non-Equity-Partner, 13 Counsel, 62 Associates und 3 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 28,6%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 3 (davon 2 Frauen)

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 10 bis 15

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine Angaben

Referendarplätze 2018: 15

Praktikumsplätze 2018: 10

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
12 Euro/h (vor dem 1. Examen),
25 Euro/h (nach dem 1. Examen),
1.200 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 800 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro

2. und 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Die Richtung stimmt. Seit dem Anschluss der deutschen Büros an das britisch-globale Mutterhaus vor knapp drei Jahren hat sich bei Ever­sheds einiges verändert – und das überwiegend zum Positiven. Best­noten geben die Associates ihrer Kanzlei in der azur-Umfrage etwa für die Internationalität der Arbeit. Überdurchschnittlich zufrieden sind sie auch mit ihren Aufstiegschancen. In der Tat gibt die Kanzlei hier unvergleichlich mehr Hilfestellung als früher, etwa durch Coachings für den Partnernachwuchs: Zusammen mit den internationalen Kollegen lernen deutsche Partnerkandidaten, wie sie Teams leiten und eigenes Geschäft entwickeln können. In Deutschland steht ihnen anschließend ein Coach zur Seite. Wunschlos glücklich sind die Eversheds-Associates freilich noch lange nicht. Auch wenn sich die Stimmung laut azur-Umfrage mittlerweile deutlich gebessert hat, lag sie zuletzt wieder unter dem Marktdurchschnitt.

azur Urteil Eversheds Sutherland

Lernen auf internationaler Bühne. Beim Ausbildungsprogramm setzt die Kanzlei auf Internationalität. Neben Englischkursen und Secondments in ausländischen Büros bietet sie nun ein Austauschprogramm mit den USA: Hier können die Associates für zwei Wochen in einem US-Büro mitarbeiten und die internationalen Kollegen kennenlernen. Die Basisfortbildung besteht aus einer zwei- bis dreitägigen Veranstaltung, die teilweise auch im Ausland stattfindet. Die Associates lernen hierbei etwa Mandantenakquise und das richtige Auftreten. Partner halten zudem regelmäßig Fachvorträge zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen. Den Associates reicht das Angebot allerdings noch nicht ganz aus: Laut azur-Umfrage sind sie weiterhin unterdurchschnittlich zufrieden mit der Ausbildung.

Nebenrollen für Praktikanten und Referendare. Nachdem Eversheds zuletzt das Ausbildungsprogramm für Associates neu strukturierte, will die Kanzlei im nächsten Schritt das Angebot für Praktikanten und Referendaren ausbauen. Bisher sind diese einer Praxisgruppe zugeteilt. Mentoren kümmern sich darum, die angehenden Anwälte ins Team und in die Mandatsarbeit zu integrieren. Ihre Wahlstation können Referendare auch in einem ausländischen Eversheds-Büro absolvieren. Zuletzt waren deutsche Referendare etwa in Stockholm oder Hongkong. Wer anschließend fest bei Eversheds einsteigen will, sollte insgesamt mindestens 15 Punkte in beiden Examensprüfungen erreichen.

Arbeitslast im grünen Bereich. Mit ihrer Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance sind die Associates laut azur-Umfrage recht zufrieden: Mit knapp 54 Stunden in der Woche arbeiten sie so viel wie der Durchschnitt aller Teilnehmer aus Kanzleien. Ein Associate lobt: „Private Belange werden auch bei Arbeitsspitzen berücksichtigt.“ Um Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, können die Eversheds-Anwälte im Home­office oder auch in Teilzeit arbeiten. Einzelne Associates wünschen sich allerdings zusätzlich Angebote zur Kinderbetreuung, wie sie einige Kanzleien ähnlicher Größe durchaus anbieten.