azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Commeo

Top-Arbeitgeber Kartellrecht – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Deutschland: Frankfurt

Internationale Präsenz: Commeo ist in keinem internationalen Netzwerk integriert, arbeitet aber innerhalb eines nicht exklusiven Netzwerks in unterschiedlichen Ländern mit mehreren ausländischen Kanzleien zusammen.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 4 Vollpartner, 1 Counsel und 3 Associates

Frauenanteil Anwälte: 50%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 1 bis 2

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine

Referendarplätze 2018: 2

Praktikumsplätze 2018: 2

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: werden nicht beschäftigt

Referendare: keine Angaben

Associates

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Individuelle Karriereplanung. Sieben Jahre nach ihrer Gründung hat sich das Spin-off von Baker & McKenzie als ernstzunehmende Größe am Markt etabliert. Aufgrund ihrer – für eine reine Kartellrechtsboutique – beachtlichen Größe kann Commeo auch zu komplexeren Fusionskontrollen, größeren Bußgeldverfahren und Schadensersatzklagen beraten. Als insgesamt kleine Einheit haftet ihr jedoch immer noch ein wenig die Hemdsärmeligkeit der Anfangsjahre an. Das färbt auch auf die Ausbildung ab, für die – abgesehen von einigen festgelegten Inhalten – kein systematisch abzuarbeitendes Curriculum besteht. Das lässt Raum für die individuelle Karriereplanung. Dabei setzen die Commeo-Anwälte auf die Eigeninitiative ihrer Referendare und Associates und auf das Lernen aus der Praxis. Dementsprechend bezieht sie junge Kollegen vom ersten Tag an in die Mandatsarbeit ein.

azur Urteil Commeo

Im Referendariat gut eingebunden. Referendaren stellt Commeo einen erfahrenen Associate oder Counsel als Mentor an die Seite. Dieser ist nicht nur Ansprechpartner für alle täglichen Anliegen, sondern achtet auch darauf, dass der Nachwuchsjurist während der Station alle wesentlichen Bereiche der Kanzlei kennenlernt. Darüber hinaus können Referendare – wie auch die Praktikanten – an den kanzleiinternen Veranstaltungen teilnehmen. Dazu gehören die wöchentlichen Treffen beim Mittagessen, bei denen die Commeo-Anwälte über aktuelle Fälle berichten und Neuentwicklungen im Kartellrecht vorstellen. Auch die Referendare sind in der Pflicht, hier etwas zu einem selbst gewählten Thema vorzutragen.

Eigeninitiative gefragt. Anders als die Referendare haben die jungen Associates keinen ihnen zugewiesenen Partner als Mentor, sondern ­arbeiten je nach Fall in wechselnden Teams. Neben den internen Mittagsseminaren können Associates interne und externe Fortbildungen ­besuchen. Bei der Auswahl ist vor allem Eigeninitiative der Associates gefragt, etwa wenn sich ein Anwalt auf eine bestimmte Branche spezialisieren möchte. Zusätzlich kommt eine externe Trainerin ins Haus, die die Juristen in Soft Skills, zum Beispiel zu Vortragspräsentationen, schult. Die dort gelernten Techniken können Associates ab dem zweiten Jahr auch extern nutzen, denn dann sollen sie auch bei Mandantenseminaren der Kanzlei referieren und eigene Fortbildungsveranstaltungen wie etwa Compliance-Seminare halten.

Englisch ist ein Must-have. Dass Bewerber Interesse für Kartellrecht mitbringen sollten, liegt auf der Hand. Bestenfalls können sie dies aber auch durch eine entsprechende Station im Referendariat oder ein Praktikum belegen. Eine Promotion ist ebenfalls gerne gesehen. Wesentlich wichtiger sind allerdings gute Englischkenntnisse, denn bei Commeo laufen je nach Fall 50 bis 70 Prozent der Arbeit in Englisch. In Einzelfällen schickt die Kanzlei Bewerber sogar zum Sprachkurs nach England – allerdings nur, wenn alles perfekt ist außer den Sprachkenntnissen.
Die Kanzlei bietet 30 Tage Urlaub im Jahr und geht von jährlich 1.800 Arbeitsstunden aus, womit ausdrücklich nicht nur Honorarstunden gemeint sind – für eine Wirtschaftskanzlei kein besonders hohes Pensum, auch wenn es bei wichtigen Projekten abends durchaus mal später werden kann. Individuell vereinbarte Homeoffice- und Teilzeitmodelle ermöglichen auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.