azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

CMS Hasche Sigle

Platz 2 – azur100 2018

Standards für die Mitarbeiterführung. Bei CMS kann man zufrieden sein – so die Botschaft der aktuellen azur-Associate-Umfrage. Insgesamt äußern sich die meisten CMS-Associates dort „eher zufrieden“ bis „sehr zufrieden“ mit ihrem Arbeitgeber, das entspricht in etwa dem Marktdurchschnitt. Doch im Detail gehen die Meinungen stark auseinander: von „sehr gute Arbeitsatmosphäre, tolle Kollegen, sehr innovativer Geschäftsbereich“ bis „viel zu bürokratisch, grottige Kommunikation, keine einheitlichen Standards“. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Partner bei CMS traditionell viel Freiraum haben und ihre Teams unterschiedlich führen. Die Kanzlei ist jedoch dabei, gemeinsame Standards für alle Partner zu setzen. Im Zuge dessen hat sie vor zwei Jahren ein Feedback- und Coachingprogramm eingeführt. Ein Associate wertet diese „Schulung der Partner im Umgang mit Angestellten“ als eine spürbare Verbesserung für die Mitarbeiterzufriedenheit.

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Höhere Gehälter, mehr Transparenz. Eine andere spürbare Verbesserung laut azur-Umfrage war die „Vereinheitlichung der Gehälter“ und „dadurch höhere Transparenz“. Statt der vorher üblichen – an den verschiedenen Standorten unterschiedlich genutzten – breiten Gehaltsbändern und einer nach Meinung der Associates „nicht marktüblichen“ Vergütung gibt es seit 2017 einheitlich 100.000 Euro für Berufseinsteiger, und damit für die meisten eine deutliche Gehaltserhöhung.

Einheitlich gute Weiterbildung. Alle Associates und Counsel durchlaufen umfassende, auf ihre jeweilige Berufserfahrung abgestimmte Fortbildungen. Dementsprechend zufrieden äußern sich die Anwälte auch in der azur-Associate-Umfrage. So lobt ein Teilnehmer ausdrücklich die „sehr guten internen Fortbildungsveranstaltungen zu fachlichen Themen und Verbesserung der Soft Skills“. Ein zentrales Format sind die ‚Karrieretage‘, zu denen einmal jährlich alle Associates aus sämtlichen deutschen CMS-Büros für ein langes Wochenende nach Berlin fahren. Dort bilden sich die jungen Anwälte nicht nur fachlich weiter, sondern lernen ihre Kollegen aus den anderen Standorten besser kennen. Im Alltag wird jeder Associate von zwei Mentoren unterstützt, die ihn in der praktischen Ausbildung begleiten und regelmäßig Feedback geben. Für Senior Associates und Counsel bietet die hauseigene Akademie Kleingruppencoachings und Workshops zur Geschäftsentwicklung, Akquise oder Wissensmanagement. CMS plant, künftig in Ergänzung zu den Präsenztrainings verstärkt E-Learning-Module zum Einsatz zu bringen.

Begeisterte Praktikanten und Referendare. Als personalstärkste Einheit Deutschlands bildet CMS auch im großen Stil aus: rund 300 Referendare jährlich. Die Kanzlei arbeitet mit dem Repetitor Kaiserseminare zusammen, dessen Kurse im Zivil-, Straf- und Öffentlichen Recht allen CMS-Referendaren offenstehen. Zusätzlich können sie laufend Klausuren bearbeiten. Ein vergleichbar breites Angebot hat unter den Wettbewerbern nur Clifford Chance. Dementsprechend begeistert äußern sich ehemalige Referendare in der azur-Bewerberumfrage: „Man nimmt sich Zeit für die Ausbildung, Auswahl, Zuweisung und Besprechung von Aufgaben“, berichtet ein Teilnehmer. Ein anderer betont, wie „examensnah und überzeugend“ die Angebote seien. Auch ehemalige Praktikanten äußern sich in der azur-Umfrage sehr zufrieden über die gute Betreuung und die „intensive Einbeziehung in die Fallarbeit“.

Flexible Arbeitszeiten. Mit ihrer Work-Life-Balance sind die CMS-Associates im Schnitt einigermaßen zufrieden. Einige heben die „flexiblen Arbeitszeiten“ und die „Rücksichtsnahme der Partner“ hervor. Laut azur-Umfrage arbeiten Associates bei CMS im Mittel knapp 53 Stunden in der Woche und liegen damit knapp unter dem Marktdurchschnitt. Die „Arbeitszeiten sind human“ und es gibt „keine Facetime“, loben einige Teilnehmer. Viele kritisieren allerdings, dass die Arbeitsbelastung ungleichmäßig verteilt ist und es Stoßzeiten gibt, in denen manche Teams überlastet sind. Die Kanzlei fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Teilzeitangebote und die Zusammenarbeit mit einem Familienservice. Dass Teilzeit auch auf Partnerebene akzeptiert ist, beweisen gleich elf Equity-Partner, die mit reduzierter Stundenzahl arbeiten. In der azur-Umfrage wünschen sich einige Associates noch „bessere Unterstützung bei der Kinderbetreuung“ und Homeoffice.

Bewertung und azur-Urteil
Blick hinter die Kulissen
Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung

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