azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Clyde & Co

Top-Arbeitgeber NRW – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Deutschland: Düsseldorf

Internationale Präsenz: Die Kanzlei mit Stammsitz in London ist in Europa mit 15, weltweit mit 45 Büros vertreten, unter anderem in Schanghai, Doha und Dubai.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 2 Vollpartner, 1 Counsel und 5 Associates

Frauenanteil Anwälte: 62,5%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 2 bis 4

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine Angaben

Referendarplätze 2018: 3

Praktikumsplätze 2018: 3

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
700 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen),
1.000 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 700 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 90.000 Euro

2. Jahr: 96.000 Euro

3. Jahr: 102.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: 40.000 bis 48.000 Euro

Wer haftet? Die aus London stammende Kanzlei eröffnete im Herbst 2016 ihr erstes Deutschland-Büro in Düsseldorf. Hier dreht sich alles um das Thema Versicherungen und das Spezialthema der Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten. Das Team in Deutschland ist derzeit noch keine zehn Anwälte stark – das soll sich allerdings ändern. Clyde sucht Anwälte, die sich auf Versicherungen oder Konfliktlösung spezialisieren wollen. Die Kanzlei ist international aufgestellt, der Austausch mit dem Londoner Mutterhaus, aber auch den anderen Büros weltweit, ist rege. Bislang gibt es wegen des derzeit kleinen Teams nur vereinzelt Rückmeldungen in der azur-Umfrage. Dort äußern sich die Associates sehr zufrieden, loben das „professionelle Umfeld und die hervorragende Unterstützung aus London“.

azur Urteil Clyde & Co
Ungewöhnliche Ausbildung für Referendare. Clyde sucht unternehmerisch denkende Juristen, deren Examina nicht um jeden Preis vollbefriedigend sein müssen: Der Bewerber muss vor allem nach fachlicher Spezialisierung streben. Berufseinsteiger erwartet intensives Lernen aus der Praxis, eng begleitet durch einen Partner. So international wie die Kanzlei selbst ist, hat sie auch ihre Weiterbildung für Anwälte organisiert: Ein weltweites E-Learning-Programm schult die Associates in Soft Skills und Fachthemen, hinzu kommen drei ganztägige Präsenzveranstaltungen zu ausgewählten Themen wie Compliance oder IT. Darüber hinaus fördert Clyde den Austausch durch ein Kurz-Secondment in einem der ausländischen Büros. ­Ungewöhnlich: Praktikanten und Referendare erhalten dasselbe Ausbildungsprogramm. Schließlich sind E-Learning-­Module beliebig skalierbar.

Jeder Schritt gut durchdacht. Der Karriereweg folgt klaren Schritten: Nach zwei Jahren können Associates zum Senior werden, ab dem fünften Berufsjahr steht der Counsel-Status an, der hier vergleichbar mit einem Salary-Partner in anderen Kanzleien ist – ein Schritt auf dem Weg zur Partnerschaft, aber auch als dauerhafte Position denkbar. Automatisch wird allerdings niemand befördert. Um Karriereziele geht es unter ­anderem in den jährlichen Feedback-Gesprächen. Potenzielle Leistungsträger durchlaufen ein Führungskräfteprogramm. Auch dieses ist durch London vorgegeben und beinhaltet mehrere Blockveranstaltungen dort.

Start-up-Atmosphäre. Das Team in Düsseldorf ist noch klein und besteht derzeit aus zwei Partnern, davon eine Frau, die in Teilzeit arbeitet. Auch auf Associate-Ebene gibt es Teilzeitlösungen. Auch wenn Clyde ihren Anwälten für ein im Marktvergleich gutes Gehalt vollen und fachlich hervorragenden Einsatz abverlangt: Jeder Anwalt soll sich bei der Arbeit wohlfühlen. Es gibt flache Hierarchien, regelmäßige gemeinsame Ausflüge ins Theater oder Kino, auch ein Fest mit allen Familien hat schon stattgefunden.