azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Brandi

Top-Arbeitgeber Norden – azur100 2018

Das Unternehmen auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Hannover, Bielefeld, Detmold, Gütersloh, Minden und Paderborn

Internationale Präsenz: Die Kanzlei ist im internationalen Netzwerk Pangea organisiert und verfügt darüber hinaus über eine enge Beziehung zu Partnerkanzleien in Paris und Peking.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 47 Vollpartner, 3 Counsel, 29 Associates und 3 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 20,7%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 7 bis 9

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine

Referendarplätze 2018: 20

Praktikumsplätze 2018: 20

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 22 Euro/h (nach dem 1. Examen)

Referendare: keine Vergütung

Associates

1. Jahr: 55.000 bis 75.000 Euro plus Bonus

2. Jahr: 60.000 bis 80.000 Euro plus Bonus

3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Regional verwurzelt. In Ostwestfalen zählt Brandi seit jeher zu den festen Größen. Aber auch ihr Büro in Hannover, das sie Mitte 2011 eröffnete, hat sie in der Region schnell etabliert. Die Kanzlei ist vor allem bei mittelständischen Mandanten fest verwurzelt und hat neben der Rechtsberatung auch ein großes Notariat. Jeder vierte Brandi-Anwalt ist auch Notar – eine Qualifikation, die die Sozietät schon bei ihren jungen Associates fördert. Die jungen Brandi-Anwälte sind laut der azur-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Arbeitgeber, ganz besonders mit dem Betriebsklima.

azur Urteil Brandi

Kanzleiabläufe auf dem Stundenplan. Auch für ihre Aus- und Weiterbildung vergeben die Associates sehr gute Noten. In regelmäßigen praxisgruppeninternen Treffen, die mehrmals im Jahr stattfinden, halten Anwälte Fachvorträge und sprechen über aktuelle Fälle. Zudem besuchen die Associates regelmäßig externe juristische Weiterbildungen, etwa zum Erwerb des Fachanwaltstitels. Brandi unterstützt ihre Anwälte auch beim berufsbegleitenden LL.M.-Studium, und auf Wunsch können Associates ein Secondment in einer der Partnerkanzleien aus dem Pangea-Netzwerk absolvieren. Soft Skills wie Kommunikation oder Präsentationstechnik vermitteln externe Trainer.

Praktikanten und Referendare lernen im Alltag. Nachwuchsjuristen bindet die Kanzlei eng in das tägliche Geschäft ein. Ein fester Ansprechpartner kümmert sich um die Praktikanten und stellt sicher, dass sie einen umfassenden Einblick in den Kanzleialltag erhalten. Bei Interesse dürfen sie auch an den wöchentlichen Englischkursen in der Kanzlei teilnehmen. Auch Referendare lernen vor allem aus der Beratungspraxis. Ihnen steht ebenfalls ein Mentor zur Seite, und sie nehmen an den praxisgruppeninternen Fachvorträgen und Mandantenveranstaltungen teil. Ein festes Gehalt zahlt die Kanzlei weder ihren Praktikanten noch den Referendaren. Nur in einzelnen Fällen gibt es projektbezogen eine Aufwandsentschädigung.

Nur keinen Stress. Weitgehend zufrieden sind die Brandi-Associates auch mit ihrer Arbeitsbelastung und der Work-Life-Balance. In der azur-Associate-Umfrage berichten sie von rund 51 Wochenstunden als üblichem Pensum, drei Stunden weniger als der Marktdurchschnitt. Brandi bietet Teilzeit- und Homeoffice-Modelle an, die auch Partner gerne nutzen. Trotzdem wünscht sich mancher Teilnehmer der azur-Umfrage – auch mit Blick auf die Vereinbarkeit von Karriere und Familie – mehr Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten. Das könnte auch helfen, den Frauenanteil in der Kanzlei zu erhöhen, der mit rund 20 Prozent weit unter dem marktüblichen Mittel liegt. Unter den vier Neupartnern, die zum Jahreswechsel ernannt wurden, war allerdings immerhin eine Frau, die in Teilzeit arbeitet. Insgesamt sind die Brandi-Associates wenig überzeugt von ihren Chancen auf eine Partnerkarriere: In der azur-Umfrage geben sie ihrem Arbeitgeber in diesem Punkt eher schlechte Noten – ein erstaunlicher Ausreißer, zumal Brandi regelmäßig neue Partner ernennt.