azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Bilfinger

Top-Arbeitgeber Frankfurt/Hessen – azur100 2018

Das Unternehmen auf einen Blick

Branche: Industriedienstleistung

Standorte in Deutschland: Frankfurt, Mannheim, München und Oberhausen

Internationale Präsenz: Neben den deutschen Standorten ist Bilfinger mit Niederlassungen in zahlreichen anderen Ländern vertreten. Juristen sind auch in den Niederlanden, Österreich, Südafrika, Polen, Ukraine, Großbritannien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv.

Personalkennzahlen

Volljuristen in Deutschland: 49 (davon 28 in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 57,1%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 2 bis 4 in der Rechtsabteilung, dazu 6 bis 10 in Compliance und Investigations

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: ca. 2

Referendarplätze 2018: 2

Praktikumsplätze 2018: 1

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: werden nicht beschäftigt

Referendare: keine Angaben

Syndikusanwälte

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Compliance im Fokus. Bilfinger hat turbulente Jahre hinter sich. Der Konzern schrumpfte um mehrere Sparten, die einst zum Kerngeschäft gehörten, darunter Hochbau und Wassertechnik. Heute bietet Bilfinger weltweit Dienstleistungen für die Chemie-, Pharma- und Rohstoffwirtschaft an. Zudem hatte das Unternehmen während des Umbaus mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen. Wie zuvor schon Siemens und Daimler, und zuletzt auch Volkswagen, bekam Bilfinger darum vom US-Justizministerium einen Aufseher verordnet, der für wirksamere interne Compliance-Strukturen sorgen soll. Gerade diesen Bereich hat Bilfinger kräftig aufgestockt und zugleich die Rechtsabteilung neu aufgestellt. Gute Aussichten also für Syndikusanwälte, für die sich daraus abwechslungsreiche Betätigungsfelder und Karrierechancen ergeben.

azur Urteil Bilfinger

Breiter Einblick für Praktikanten und Referendare. Wer bei Bilfinger ein Praktikum oder eine Referendarstation verbringt, kann neben
der Rechts- und Compliance-Abteilung auch in andere Bereiche hin­einschnuppern. Währenddessen steht den Nachwuchsjuristen ein er­fahrener Anwalt als Mentor zur Seite, der sich um die Ausbildung ­kümmert. Die Inhalte sind individuell zugeschnitten. An einem institutionalisierten Programm für Praktikanten und Referendare feilt der Konzern noch.

Fundierte Ausbildung. Zwar ist die Fortbildung im Vergleich zu anderen Industriekonzernen wie Siemens oder Audi noch wenig strukturiert. Dennoch können Bilfinger-Anwälte aus einem breiten internen Schulungsangebot wählen. Berufsanfänger bekommen einen Anwalt aus ihrer Abteilung als Ansprechpartner an die Seite. Die fachliche Ausbildung läuft über interne, modular aufgebaute Veranstaltungen. Alle zwei Wochen referieren Syndizi über verschiedene Themen wie Vertragsrecht, Compliance oder Datenschutz. Ergänzend gibt es externe Fachschulungen. Zudem besteht die Möglichkeit, berufsbegleitend einen MBA zu absolvieren oder sich zum Compliance Officer weiterzubilden. Soft Skills vermittelt eine konzerneigene Akademie, die sich an alle Mitarbeiter wendet. In verschiedenen Onlinetools können Juristen unter anderem an Sprachtrainings teilnehmen. Ein zweites Modul, bei dem Bilfinger mit Partnern wie der Mannheim Business School kooperiert, wendet sich an Mitarbeiter, die Führungsverantwortung übernehmen wollen.

Hoher Frauenanteil. Mit mehr als 57 Prozent weist die Rechtsabteilung des Konzerns einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil auf. Obwohl Bilfinger die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zu Teilzeit und Elternzeit bietet, ist allerdings auffällig, dass unter den Teamleitern in der Rechtsabteilung keine Mütter arbeiten. Auch bei der Arbeitsbelastung hält sich Bilfinger an gesetzliche Vorgaben und die üblichen tariflichen Regelungen. Die Syndikusanwälte arbeiten darum deutlich weniger als Associates in Wirtschaftskanzleien. Was die Bezahlung betrifft, kann Bilfinger im Kreis der Unternehmen durchaus oben mitspielen: Nach azur-Informationen können Syndizi nach mehreren Berufsjahren mit einem sechsstelligen Jahresgehalt rechnen.