azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Barclaycard

Top-Arbeitgeber Norden – azur100 2018

Das Unternehmen auf einen Blick

Branche: Banken und Finanzen

Standort in Deutschland: Hamburg

Internationale Präsenz: Die Konzernzentrale von Barclaycard sitzt in London, die US-Niederlassung befindet sich in Delaware. Der Mutterkonzern Barclays Bank ist weltweit aktiv.

Personalkennzahlen

Volljuristen in Deutschland: 9 (davon 6 in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 66,7%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 1 bis 2

Referendarplätze 2018: 2

Praktikumsplätze 2018: 4

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: 800 Euro/Monat

Syndikusanwälte

1. Jahr: 54.000 bis 63.000 Euro plus Bonus bis 12.000 Euro

2. Jahr: 57.000 bis 68.000 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro

3. Jahr: 60.000 bis 80.000 Euro plus Bonus bis 22.000 Euro

Nicht das übliche Bankgeschäft. Anders als bei der Konzernmutter Barclays Bank, deren deutsche Rechtsabteilung in Frankfurt sitzt, steht für die Hamburger Barclaycard-Juristen das Privatkundengeschäft im Vordergrund. Neben Bank- und Kapitalmarktrecht liegt der Fokus darum auf dem Verbraucherrecht. Weil sich die Branche rasant digitalisiert, spielen auch Datenschutz und IT-Fragen eine immer größere Rolle. Affinität zu diesen Themen ist bei Bewerbern darum gern gesehen. Zudem achtet Barclaycard besonders auf gute Englischkenntnisse. Dafür ist das Unternehmen in Bezug auf die Noten nicht ganz so streng. Zwar ist mindestens ein befriedigendes Staatsexamen erwünscht. Eine zusätzlich abgeschlossene Ausbildung, beispielsweise zum Bankkaufmann oder Steuerberater, kann ein nicht so gutes Examen allerdings zum Teil ausgleichen.

azur Urteil Barclaycard
Referendare und Praktikanten arbeiten mit. Für Praktikanten und Referendare ­existiert – wie in vielen Unternehmen, aber auch Kanzleien – kein standardisiertes Programm. Sie nehmen an den täglichen Abläufen einer Rechtsabteilung teil, erhalten aber auch einen Überblick über die weiteren Karrieremöglichkeiten für Juristen im Gesamtunternehmen. Referendare bekommen einen festen Ansprechpartner entsprechend des von ihnen gewählten Rechtsbereichs, der mit ihnen die Ausbildungsinhalte festlegt. Zudem können sie an den internen Schulungen für Berufseinsteiger teilnehmen.

London Calling. Auch die Ausbildung der jungen Anwälte ist nicht nach einem festen Curriculum strukturiert, sondern orientiert sich an den Bedürfnissen der einzelnen Berufsträger und des jeweiligen Tätigkeitsbereichs. Neben der schnellen Einbindung in den Arbeitsalltag besteht ihre fachliche Weiterbildung vor allem aus Seminaren externer Anbieter. Für die Fortbildung jenseits von Jura bietet Barclaycard ein internes Schulungsprogramm für alle Mitarbeiter sowie einzelne Seminare der Haufe Akademie. Außerdem besteht für Inhouseanwälte ab dem dritten Berufsjahr die Möglichkeit eines sechsmonatigen Secondments am Konzernsitz in London. Im weiteren Karriereverlauf können Syndizi auch für längere Zeit dorthin wechseln – oder in eine andere Abteilung in Hamburg, in der juristische Kenntnisse nötig sind, etwa in der Betrugsaufklärung oder im Forderungsmanagement.

Soziales Engagement großgeschrieben. Zwei Arbeitstage im Jahr stellt Barclaycard Mitarbeiter frei, die sich in bestimmten Projekten sozial engagieren möchten, von der Flüchtlingshilfe bis zu gemeinnützigen Gesundheitsprojekten. Für die eigene Gesundheit können die Mitarbeiter Betriebssportgemeinschaften oder Sportstudios nutzen. Teil- und Elternzeit vereinbaren die Anwälte individuell. Dazu zählen auch flexible Homeoffice-Zeiten. Bei der Organisation von Betreuungsangeboten für Kinder oder Angehörige hilft ein externer Kooperationspartner. Nicht nur an Juristen wendet sich ein firmeninternes, sechsmonatiges Förderungsprogramm für weibliche Führungskräfte. Die Rechtsabteilung geht mit gutem Beispiel voran: Rund zwei Drittel der Juristen sind weiblich – eine rekordverdächtige Quote, selbst verglichen mit ähnlich kleinen Rechtsabteilungen.