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23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion
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Arqis

Top-Arbeitgeber Arbeitsrecht – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Düsseldorf und München

Internationale Präsenz: Arqis ist besonders im deutsch-japanischen Rechtsverkehr aktiv und unterhält ein eigenes Büro in Tokio.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 5 Vollpartner, 11 Non-Equity-Partner, 1 Counsel, 24 Associates und 1 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 33,3%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 4 bis 5

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: 1 bis 2

Referendarplätze 2018: 9

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: 600 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 100.000 bis 110.000 Euro

2. Jahr: 105.000 bis 110.000 Euro

3. Jahr: 110.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: keine Angaben

Gutes Geschäft, hohe Arbeitslast. „Grundsätzlich gute Kanzlei, die noch mehr für ihre Associates tun könnte“, resümiert ein Arqis-Anwalt. Insbesondere im Gesellschafts- und Arbeitsrecht hat Arqis zuletzt immer mehr hochkarätige Mandate bearbeitet, zum Beispiel für VW, Audi und Edeka. Für die Associates bedeutete das phasenweise hohe Auslastung – in der azur-Umfrage berichten sie von durchschnittlich rund 56 Wochenstunden, etwas mehr als die meisten anderen Umfrageteilnehmer aus Kanzleien, und bewerten die Work-Life-Balance negativ. Nicht zuletzt deshalb hat Arqis kräftig eingestellt und will noch weiterwachsen.

azur Urteil Arqis

Wachstum und die Folgen. In einigen Teams sorgten die vielen Neuzugänge allerdings für Konkurrenzdruck und schlechte Stimmung. Während sich die Associates in der azur-Umfrage in den vergangenen Jahren meist positiv äußerten, bewerten sie das Betriebsklima nun insgesamt unterdurchschnittlich, ebenso die Führungsqualitäten der Partner. Vor allem wünschen sie sich „mehr Transparenz innerhalb der Kanzlei“. Das betrifft auch die Gehaltsstruktur: Zwar sind die Gehälter insgesamt gestiegen, dafür sind Boni nun erst ab der Ebene des Managing Associates – also frühestens ab dem vierten Berufsjahr – vorgesehen. Die Kanzlei will damit die unternehmerische Denke und die Eigenverantwortung der jungen Anwälte stärken. Das gefällt nicht allen: In der azur-Umfrage ­kritisiert ein Associate die Umstellung als „faules Ei“.

Buntes Team, schwieriger Aufstieg. Arqis ist stolz auf ihr vielfältiges Team – der Anteil von Anwälten mit Migrationshintergrund ist mit über einem Viertel in der Tat sehr hoch, und das nicht nur wegen des starken Japan-Bezugs der Kanzlei. Auch der Frauenanteil liegt leicht über dem Marktdurchschnitt. Als Schwachpunkt haben die Associates hingegen die Karrierechancen ausgemacht, besonders was den Aufstieg in die Vollpartnerschaft angeht – ein Schritt, den zuletzt 2012 ein Anwalt schaffte. Salary-Partner hat die Kanzlei dagegen regelmäßig ernannt. Managing Associates bereitet die Kanzlei neuerdings mit individuellem Coaching, etwa zu Führungsqualitäten oder zum Auftreten gegenüber Mandanten, für den Aufstieg vor. Trotzdem wünschen sich die Associates mehr Unterstützung, zum Beispiel durch individuelle Karrierepläne. Die Themen für interne Schulungen in den ersten Berufsjahren können die Associates selbst mitbestimmen. Zuletzt ging es dabei unter anderem um Bilanzanalyse, Unternehmensbewertung und steuerliche Themen. Dazu kommen je nach Bedarf noch externe Seminare.

Zufriedene Praktikanten und Referendare. „Angenehmes Klima, ausgezeichneter Teamgeist, viel Rückmeldung“, lobt ein ehemaliger Referendar die Kanzlei. Praktikanten und Referendare haben einen festen Ansprechpartner und dürfen auch an den Weiterbildungsveranstaltungen für die Associates teilnehmen. Was die Anforderungen an künftige Associates angeht, ist Arqis strenger als viele andere Kanzleien: Insgesamt 18 Punkte in beiden Examina sind obligatorisch. Schlechtere Noten können weder durch einen Doktortitel noch durch einen guten Eindruck aus dem Referendariat ausgeglichen werden. Wer sich für das Japan-Desk bewirbt, muss zusätzlich sehr gute Japanischkenntnisse vorweisen.