azur100
23.02.2018 | Autor/in: azur Redaktion

Arnecke Sibeth

Top-Arbeitgeber Frankfurt/Hessen – azur100 2018

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Frankfurt, Berlin, Dresden und München

Internationale Präsenz: Die Kanzlei verfügt über keine eigenen ausländischen Standorte, pflegt aber über die Netzwerke Meritas und Interlaw internationale Beziehungen.

Personalkennzahlen

Anwälte in Deutschland: 43 Vollpartner, 21 Non-Equity-Partner, 56 Associates und 6 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 45,2%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: 1

Neueinstellungen Volljuristen 2018: 8 bis 15

Neueinstellungen weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) 2018: keine

Referendarplätze 2018: 22

Praktikumsplätze 2018: keine Angaben

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
20 Euro/h (nach dem 1. Examen)

Referendare: 500 Euro/Wochenarbeitstag; max. 3.000 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 65.000 bis 85.000 Euro plus Bonus bis 6.000 Euro

2. Jahr: 65.000 bis 91.000 Euro plus Bonus von 3.000 bis 12.000 Euro

3. Jahr: 65.000 bis 97.000 Euro plus Bonus von 4.000 bis 16.000 Euro

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.), 1. Jahr: 45.000 bis 55.000 Euro

Vieles im Fluss. Erst 2015 fusionierte die Frankfurter Kanzlei Arnecke Siebold mit der Münchner Sozietät Sibeth. Im Mai 2018 folgt der nächste Schritt: Arnecke Sibeth geht mit Dabelstein & Passehl in Hamburg und im ostfriesischen Leer zusammen. Aus drei Regionalkanzleien wird so allmählich eine bundesweite Einheit, die vor allem den Mittelstand und die Immobilienbranche bedient. Künftig soll es auch ein gemeinsames Ausbildungsprogramm geben. Schon mit dem derzeitigen Angebot von Arnecke Sibeth zeigen sich die Associates in der azur-Umfrage zufrieden und vergeben überdurchschnittliche Noten. Auch die Karrierechancen bewerten sie positiv. Immerhin ernannte die Kanzlei im vergangenen Jahr gleich drei Salary-Partner – allesamt Frauen, was für eine Wirtschaftskanzleien noch bemerkenswerter ist als der insgesamt hohe Frauenanteil bei AS.

azur Urteil Arnecke Sibeth
Strukturierte Referendarausbildung. Während die Kanzlei Praktikanten bisher nur in Ausnahmefällen beschäftigt, will sie 2018 erstmals ein vier- bis sechswöchiges Sommerpraktikum anbieten. Dabei können die angehenden Juristen in Begleitung eines Mentors verschiedene Praxisgruppen kennenlernen. Deutlich stärker engagiert sich die Kanzlei allerdings für Referendare. Am jeweiligen Standort steht ein Senior Associate als Ansprechpartner zur Verfügung, mit dem die Referendare die Ausbildungsinhalte individuell festlegen. Neben praktischem Training im Beratungsalltag nehmen sie, wie auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Associates, an den monatlichen Anwaltstreffen teil. Dort referieren Anwälte der Kanzlei oder externe Referenten über Fachthemen.

Unterstützung für Zusatzqualifikationen. Diese monatlichen Treffen sind neben der Mandatsarbeit das Kernelement der Associate-Ausbildung. Ihnen steht ein Partner als Mentor zur Seite. Zudem nehmen die Berufseinsteiger an weiteren externen Veranstaltungen teil, etwa zum Bank- oder Immobilienrecht. Darüber hinaus findet einmal im Jahr an einem Wochenende für alle Anwälte ein Workshop zu Rhetorik, Präsentation oder Akquise statt. Fachanwaltslehrgänge fördert die Kanzlei ebenso wie einen berufsbegleitenden LL.M. Da eine Promotion durchaus wünschenswert ist, bietet AS ihren Associates die Möglichkeit, hierfür eine Auszeit zu nehmen und das Gehalt entsprechend zu strecken.

Relativ entspanntes Arbeiten. Mit dem Betriebsklima, der Work-Life-Balance und der Arbeitsbelastung zeigen sich die Associates in der Umfrage überdurchschnittlich zufrieden. Stundenvorgaben gibt es keine, und mit einer Arbeitszeit von rund 50 Stunden in der Woche liegt die Kanzlei laut der azur-Umfrage knapp vier Stunden unter dem Marktdurchschnitt. Dazu passt, dass die Umfrageteilnehmer ähnlich gute Noten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vergeben. Sie loben „flexible Teilzeitmodelle“, diese werden auch auf Partnerebene gelebt. Gleichzeitig fordern die Associates aber, die „Homeoffice-Möglichkeiten auszubauen“.