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29.08.2017 | Autor/in: Markus Lembeck

Körber-Stiftung: Studienpreis für Dissertation zur Finanzmarktkrise

Dr. Stefanie Egidy erhält für ihre Dissertation einen der renommierten Studienpreise der Körber-Stiftung. „Finanzkrise und Verfassung – Demokratisches Krisenmanagement in Deutschland und den USA“ ist der Titel der Arbeit, mit der Egidy 2016 an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg promoviert wurde. Ihr Betreuer war Professor Dr. Helmuth Schulze-Fielitz.

Egidys Arbeit wurde bereits zwei Mal ausgezeichnet: mit dem Dissertationspreis 2017 der Bayerischen Amerika-Akademie und mit dem gemeinsamen Promotionspreis der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft und der Universität Würzburg. Nun kommt der Deutsche Studienpreis dazu. Der mit 5.000 Euro dotierte zweite Preis in der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften wird offiziell im Dezember überreicht. Derzeit ist Egidy als Wissenschaftliche Referentin und Habilitandin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn tätig.

In ihrer Dissertation arbeitet die Juristin heraus, dass die in der Finanzkrise 2007 bis 2009 getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte verfassungsrechtlich bedenklich sind, da auf die Schaffung wirksamer Kontrollmechanismen und Transparenzpflichten verzichtet wurde. Zugleich zeigt sie im Rahmen eines Rechtsvergleichs mit den USA auf, welche Anforderungen Stabilisierungsmaßnahmen in zukünftigen Finanzkrisen erfüllen sollten. „Trotz ihrer Erfolge bei der Finanzmarktstabilisierung dürfen die deutschen Maßnahmen aufgrund ihrer Legitimationsdefizite in zukünftigen Finanzkrisen insbesondere im Bereich der Kontrolle und Transparenz keine Vorbildwirkung entfalten“, fasst Egidy das Ergebnis ihrer Arbeit zusammen. (ML)

https://www.koerber-stiftung.de/deutscher-studienpreis/preistraeger/2017.html