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27.06.2017 | Autor/in: Markus Lembeck
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Compliance: Startschuss für interdisziplinäres Forschungszentrum

Die Zeppelin Universität (ZU) und die German Graduate School of Management and Law (GGS) gründen ein gemeinsames Zentrum für Compliance und Integritätsmanagement. Das neue Forschungszentrum der beiden privaten Hochschulen soll interdisziplinär untersuchen, wie insbesondere Unternehmen und ihre Führungskräfte auf zunehmende Risiken reagieren können.

Wachsende Haftungsrisiken sowie verschärfte Sorgfalts- und Aufsichtspflichten für das Management erhöhen das Risiko, dass Rechtsverletzungen vorkommen. Insbesondere der Schutz vor arglistigen Handlungen wie Korruption oder Untreue, aber auch die Beachtung von Menschenrechten und Sozialstandards sowie die Bekämpfung von Kriminalität sind für sich genommen schon aufwändig genug.

Das neue Forschungszentrum „Interdisciplinary Center for Compliance, Integrity and Law“ (CIL) untersucht die daraus resultierenden Fragen für die Unternehmen, die Gesellschaft im Ganzen und das Rechtssystem, indem juristische und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte zusammengeführt und – so der Anspruch der Gründer – ganzheitlich betrachtet werden. Startschuss für das von Ökonom Professor Josef Wieland von der ZU und Rechtswissenschaftler Professor Martin Schulz von der GGS initiierte Zentrum ist ein gemeinsam organisiertes Symposium.

Unter dem Titel „Compliance und Integritätsmanagement in globalen Wertschöpfungsketten“ diskutieren am 6. Juli renommierte Experten aktuelle Entwicklungen in Compliance und Integritätsmanagement und berichten aus der Praxis von den gestiegenen Anforderungen an die Unternehmensführung. Mit den Programmpunkten Reporting von Corporate Social Responsibility, Antikorruptions-Compliance und die Bedeutung des Kartellrechts für Compliance greifen die Veranstalter weitere große Themen auf. (Markus Lembeck)

AZ01/17Compliance als Tätigkeitsfeld für Anwälte ist der Themenschwerpunkt im azur-Karrieremagazin 1/2017. Mehr Informationen hier.