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01.06.2017 | Autor/in: Norbert Parzinger

Auszeit: Zwei Jahre Urlaub geht auch als Namenspartner – in Österreich

Namenspartner Alexander Illigasch nahm eine Auszeit von 24 Monaten und kehrte im April zu Barnert Egermann Illigasch zurück. Im JUVE-Gespräch schildert der 48-Jährige Auschnitte aus seinem ‚Sabbatical‘ und die Pläne in der Bank- und Finanzrechtspraxis seiner Kanzlei.

Alexander Illigasch

Alexander Illigasch

JUVE: Ihr Sabbatical war ungewöhnlich lange: Was haben Sie in den zwei Jahren unternommen
Alexander Illigasch: Zusammen mit meiner Frau bin ich sehr viel gereist, unter anderem drei Monate mit dem Wohnmobil durch Alaska und British Columbia. Alaska war schlichtweg toll, British Columbia war in meiner Vorstellung verklärter als es tatsächlich ist. Viele Gegenden sind da schon stark vom Tourismus geprägt.

Das hört sich an, als würden Sie nordische Ziele bevorzugen?
Persönlich für mich schon, da müssen wir immer Kompromisse finden. Also verbrachten wir auch zwei Monate in den östlichen Pyrenäen im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien. Dort besuchten wir Wirkstätten von Salvador Dalí und architektonische Zeugnisse von Antoni Gaudí. Insgesamt war es ein Mix aus nordischen und südlichen Zielen.

Was bewog Sie zu dieser Auszeit?
Der Traum bestand schon lange. Wir wollten ausgedehnte Reisen unternehmen, das war ein Grund. All das tun, was ansonsten nicht so ohne Weiteres möglich ist. Dazu gehörte auch, die digitale Welt hinter sich zu lassen und ohne Laptop und mobilen Drucker unterwegs zu sein. Als dann Michael Raninger Ende 2014 in die Finanzrechtspraxis unserer Kanzlei kam, bot sich erstmals die Gelegenheit, denn ich musste nicht mehr notwendigerweise in der ersten Reihe stehen.

Wie hart ist die Rückkehr in den anwaltlichen Alltag?
Das ist keine so harte Landung, ich komme ja zurück in das gewohnte Umfeld. Natürlich dauert es ein paar Wochen, bis man wieder voll im Tagesgeschäft ist. Dabei kann ich daran anknüpfen, dass die Mandanten mit dem nahtlosen Übergang sehr zufrieden waren und sind. Eigentlich geht es also dort weiter, wo ich aufgehört hatte.

Wie sehen die Pläne Ihrer Kanzlei für die Bank- und Finanzrechtspraxis in den kommenden Monaten aus?
Wir wollen auf alle Fälle das Team weiter vergrößern. Mit Erik Hödl und meiner Rückkehr haben wir deutlich mehr Kapazität, anzunehmen, was an Mandaten reinkommt. Michael Raninger und ich ergänzen uns außerdem gut: Er berät häufig unternehmensseitig, ich bin eher für Finanzdienstleister tätig. Und wir haben jeweils ein Gegenüber im Haus, mit dem man Ideen oder schwierige Fragen auch mal aus Sicht der Gegenseite diskutieren kann.

Das Gespräch führte Raphael Arnold.