News
30.05.2017 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Universität Düsseldorf: Insolvenz-LL.M. startet im Herbst

Zum Wintersemester 2017 startet an der Universität Düsseldorf ein neues LL.M.-Programm, das Juristen für den Bereich Insolvenz und Sanierung qualifiziert. Das vor vier Jahren an der Heinrich-Heine-Universität gegründete Institut für Insolvenz- und Sanierungsrecht (IRS) verantwortet den Studiengang, der dem etablierten Restrukturierungs-LL.M. der Universität Heidelberg Konkurrenz macht.

Innerhalb von vier Semestern bieten die Düsseldorfer eine Mischung aus Theorie und Praxis an. Neben dem Insolvenzrecht einschließlich Arbeits- und Gesellschaftsrecht in der Insolvenz sowie Insolvenzstrafrecht und Verfahrensrecht gehören das Steuerrecht sowie das Sanierungs- und Restrukturierungsrecht zum juristischen Teil. Vermittelt werden außerdem die erforderlichen betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Maximal 25 Studenten lässt das LL.M.-Programm zu, Frist für die Onlinebewerbung ist der 15. August. Die Studiengebühren belaufen sich auf insgesamt 7.200 Euro.

Das IRS profitiert von der stark besetzten Szene von Insolvenzverwaltern und Sanierungsberatern in Düsseldorf. Mit regelmäßigen Abendsymposien zum Insolvenzrecht ist das Institut schnell ein wichtiges Forum für den Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft geworden. Die Einrichtung des LL.M.-Studiengangs passt insofern gut in das Profil des IRS.

In Düsseldorf gibt es bereits seit 2001 ein LL.M.-Programm zum Gewerblichen Rechtsschutz sowie seit 2007 einen Masterstudiengang im Medizinrecht. Der neue LL.M. im Insolvenzrecht wird sich gegen den 2008 an der Universität Heidelberg eingerichteten Studiengang mit dem Schwerpunkt Unternehmensrestrukturierung bewähren müssen. Das Heidelberger Programm war auf Initiative der Kanzlei Wellensiek und der Beratungsgesellschaft Roland Berger eingerichtet worden. (Markus Lembeck)

Im Internet: www.isr.hhu.de/llm-studiengang.html