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28.03.2017 | Autor/in: Norbert Parzinger
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London: Deutsche Bank will nicht mehr für Junior Associates bezahlen

Die Deutsche Bank will Medienberichten zufolge in London künftig keine Beratungshonorare mehr für die Arbeit von Berufsanfängern und Trainee-Anwälten in Kanzleien bezahlen. Ein derartiges Vorgehen war bisher vor allem aus den USA bekannt. Die Neuregelung ist Teil des noch laufenden Panel-Prozesses, mit dem die Großbank die Liste ihrer externen Rechtsberater turnusmäßig überarbeitet.

Wie die britische Branchenpublikation Legal Week berichtete, sei der Ausschluss von Junior-Associate-Honoraren in den Bedingungen der Panel-Ausschreibung festgehalten und habe bei einigen betroffenen Kanzleien für Stirnrunzeln gesorgt. Gesteuert wird der Panel-Prozess von New York aus, die deutschen Rechtsberater sind davon – soweit bekannt – nicht betroffen. Die Deutsche Bank kommentierte die Informationen auf azur-Anfrage nicht.

Während in den USA bereits seit einigen Jahren verstärkt zu beobachten ist, dass Konzerne für die Beratungsleistung externer Anwälte ohne Berufserfahrung keine Honorare mehr bezahlen, sind derartige Forderungen in Europa noch sehr neu. Breitet sich diese Politik weiter aus, könnte dies die Kanzleien zusätzlich unter Druck bringen: Auf der Ausgabenseite stehen unterdessen in den USA und Großbritannien wie auch in Deutschland immer höhere Gehälter für Berufseinsteiger. (Norbert Parzinger)