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29.11.2016 | Autor/in: Markus Lembeck

Gehälterrallye: Milbank 140 T€

Milbank Tweed Hadley & McCloy reagiert auf den verschärften Gehälter-Wettbewerb unter den Wirtschaftskanzleien und zahlt ab dem kommenden Jahr ihren Berufseinsteigern 140.000 Euro. Auch für die Folgejahre hebt die Kanzlei mit US-Wurzeln ihre Vergütung an. Anwälte im zweiten Jahr erhalten so 150.000 Euro, im sechsten Jahr sind es sogar 210.000 Euro.

Seit dem Sommer 2016 haben zahlreiche Sozietäten ihre Associate-Gehälter in Deutschland angehoben, zuletzt kamen die Meldungen dazu im Wochentakt. Milbank war mit 125.000 Euro einige Jahre lang Spitzenreiter der Entlohnungstabelle, nachdem sie 2011 ihr Gehalt von 100.000 Euro um 25 Prozent erhöht hatte. Die aktuelle Erhöhung betrifft nach Angaben der Kanzlei sowohl alle aktuellen Associates als auch zukünftige Neustellungen, unabhängig von Zusatzqualifikationen wie Promotion oder LL.M. Ab dem vierten Berufsjahr zahlt Milbank außerdem Boni.

Mit knapp 50 Anwälten in München und Frankfurt, darunter 33 Associates, zählt Milbank nicht zu den personell größten Kanzleien. Die Anhebung der Gehälter über alle Berufsjahre dürfte grob geschätzt trotzdem eine zusätzliche Investition von über einer halben Million Euro jährlich bedeuten. Milbank plant pro Jahr mit zehn bis zwölf Neueinstellungen. (Markus Lembeck)

Wie viel Associates aktuell in mehr als 300 Wirtschaftskanzleien in Deutschland verdienen können, lesen Sie unter www.azur-online.de/geld

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