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27.09.2016 | Autor/in: Markus Lembeck
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EBS Law School: Präsident gefunden, erste Absolventen verabschiedet

Die EBS Universität für Wirtschaft und Recht hat nach langer Suche einen neuen Präsidenten gewählt. Das Amt übernimmt der amtierende Dekan der EBS Law School, der Staats- und Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Markus Ogorek (41). Zugleich verabschiedete die Law School ihre ersten 44 Absolventen.

Ogorek promovierte 2001 an der Kölner Universität, 2012 folgte dort seine Habilitation. Ab 2008 war er Akademischer Rat am Kölner Institut für Kirchenrecht und rheinische Kirchenrechtsgeschichte. 2013 übernahm er die Professur für Staats- und Verwaltungsrecht, öffentliches und privates Wirtschaftsrecht an der EBS.

Für die EBS endet mit Ogoreks Wahl eine lange Phase personeller Umbrüche. 2011, kurz nach dem Start der Juristenausbildung an der neu geschaffenen EBS Law School, hatte sich die Privathochschule von ihrem damaligen Präsidenten Prof. Dr. Christopher Jahns getrennt. Dieser stand im Fokus von Untreuevorwürfen, der entsprechende Strafprozess wurde 2014 wegen Jahns Erkrankung ausgesetzt. Umstritten war auch die Verwendung von Fördergeldern des Bundeslandes Hessen.

Neue Eigentümerin will investieren

Jahns Nachfolger, der Wirtschaftswissenschaftler Rolf Cremer, warf nach knapp zwei Jahren Amtszeit 2013 das Handtuch und wurde von Prof. Dr. Rolf Wolff abgelöst, dessen Vertrag bereits 2015 wieder aufgelöst wurde. Anfang 2016 wurde ein Präsidialrat unter Leitung der Kölner Juraprofessorin Dr. Barbara Dauner-Lieb installiert, der die Aufgaben des Präsidenten interimistisch wahrnahm.

44 Juristen – knapp die Hälfte der insgesamt 89 Studierenden des ersten Ausbildungsdurchgangs, die 2011 gestartet waren – haben ihr Studium inzwischen abgeschlossen. Nach Angaben der EBS erzielten 55 Prozent der Absolventen im ersten Examen eine Prädikatsnote.

Die zeitweise finanziell schwer angeschlagene EBS gehört seit Kurzem der gemeinnützigen Stiftung SRH Higher Education, die bereits zehn weitere private Hochschulen mit insgesamt rund 12.000 Studierenden betreibt. SRH will nach eigenen Angaben in Sanierung und Ausbau der Hochschule und ihrer Immobilien investieren. (Norbert Parzinger)

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