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04.07.2016 | Autor/in: Norbert Parzinger

Umfrage: Wofür junge Juristen den Job wechseln würden

Associates in Kanzleien wollen mehr Freizeit, Inhousejuristen wollen vor allem Karriere machen – so ein Ergebnis der azur-Associateumfrage 2015. Die azur-Redaktion hatte junge Juristen gefragt, wofür sie ihren Arbeitgeber wechseln würden. Auch Frauen und Männer setzen recht unterschiedliche Prioritäten.

Etwas über die Hälfte der azur-Umfrageteilnehmer aus Kanzleien würden für Freizeit, Vereinbarkeit von Familie und Karriere, besseres Betriebsklima oder ein kulturell vielfältiges Umfeld den Job wechseln. Bei den Teilnehmern aus Rechtsabteilungen, Beratungsgesellschaften und Behörden haben andere Themen Priorität: Fast drei Viertel von ihnen würden für handfeste Vorteile wie mehr Gehalt, bessere Aufstiegschancen, anspruchsvollere Arbeit oder mehr Jobsicherheit eine andere Stelle suchen.

Meinen jetzigen Job würde ich aufgeben für ...

Klar unterschiedliche Präferenzen zeigt auch der Vergleich der Antworten, die Frauen und Männer gaben. Zwar nennen beide Geschlechter am häufigsten “mehr Freizeit”. Bei den Themen Familie und Aufstiegschancen ist der Unterschied dagegen sehr deutlich: Der Anteil der Frauen, die den Job wechseln würden, um Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, ist deutlich größer als die Gruppe von Anwältinnen, für die bessere Aufstiegschancen Priorität haben. Bei den Männern ist es genau umgekehrt.

Ein besseres Betriebsklima wäre Frauen ebenfalls deutlich wichtiger als Männern. Die männlichen Associates würden dagegen eher für mehr Geld den Arbeitgeber wechseln als ihre weiblichen Kollegen. An der azur-Associateumfrage nahmen im Sommer 2015 insgesamt 3.534 berufstätige Juristen teil. (Norbert Parzinger)