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14.04.2016 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Nebenjobs: Was wissenschaftliche Mitarbeiter in Kanzleien und Inhouse verdienen können

Während Praktikanten und Referendare mit immer neuen Förder- und Ausbildungsprogrammen umworben werden, sorgen wissenschaftliche Mitarbeiter in Kanzleien und Rechtsabteilungen meist im Verborgenen für einen reibungslosen Mandatsalltag. Der Job als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (WiMi) ist dabei je nach Arbeitgeber ausgesprochen lukrativ und dient zudem oft als Türöffner für eine künftige Anstellung als Associate.

Wie eine azur-Erhebung bei über 100 Kanzleien in Deutschland zeigt, haben im Marktdurchschnitt rund 25 Prozent der First-Year-Associates ihren Arbeitgeber schon als Referendare oder wissenschaftliche Mitarbeiter kennengelernt (mehr…). In mehreren Großkanzleien, darunter Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller und Clifford Chance, sind sogar bis über 60 Prozent der Berufsanfänger ehemalige Referendare oder WiMis.

Die Spitzengehälter für wissenschaftliche Mitarbeiter

Die allermeisten Wirtschaftskanzleien, aber auch eine Reihe von Rechtsabteilungen arbeiten regelmäßig mit wissenschaftlichen Mitarbeitern. Dabei verfahren die Arbeitgeber grundsätzlich nach zwei unterschiedlichen Modellen: Einige setzen auf freie Mitarbeiter, die meist stundenweise bezahlt werden. Andere beschäftigen WiMis grundsätzlich nur als Festangestellte mit Urlaubsanspruch, Sozialleistungen und anderen Benefits. Diese Angestellten werden häufig nach Wochenarbeitstagen vergütet. Ein festes Schema bei der Bezahlung gibt es allerdings nicht.

Große Bandbreite bei WiMi-Gehältern

Um die unterschiedlichen Angaben miteinander vergleichen zu können, hat azur diese Angaben in Stundenlöhne umgerechnet, basierend auf der Annahme eines 8-Stunden-Tags. Wie bei der Referendarvergütung zeigen sich auch bei der WiMi-Bezahlung (Gehälter für wissenschaftliche Mitarbeiter 2016) deutliche Unterschiede: Die gesamte Bandbreite reicht von unter zehn bis über 35 Euro pro Stunde. Die meisten Arbeitgeber bewegen sich allerdings zwischen 15 und 25 Euro.

Den größten Unterschied macht dabei der Ausbildungsstand – wer noch studiert, erhält durchweg deutlich weniger als WiMis mit erstem oder gar zweitem Examen in der Tasche. Davon unabhängig bieten viele Arbeitgeber noch einen anderen Anreiz: Wissenschaftliche Mitarbeiter können oft auch an den internen Fortbildungen für Associates teilnehmen. (Norbert Parzinger)