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23.02.2016 | Autor/in: Norbert Parzinger

Einstiegsgehälter: Diese Kanzleien zahlen über 100.000 Euro

Der Kreis der Kanzleien, die schon Berufsanfänger mit einem Gehalt von über 100.000 Euro locken, ist abermals größer geworden und umfasst inzwischen 29 Sozietäten, das sind sechs mehr als noch vor einem Jahr. Zu den Top-Zahlern gehören neben kleinen Transaktionskanzleien, die nur wenige freie Stellen zu besetzen haben, immer öfter auch größere Einheiten.

Die bislang letzten Kanzleien, die an der Gehaltsschraube drehten, sind Morrison & Foerster und Skadden Arps Slate Meagher & Flom. Das vor allem in der Medien- und IT-Branche verankerte Berliner Büro der US-Kanzlei Morrison & Foerster entlohnt Berufsanfänger nun pauschal mit 105.000 statt wie bisher mit 90.000 bis 100.000 Euro. Skadden gehörte schon bisher zur Gruppe der absoluten Top-Zahler und erhöhte das Anfangssalär nun nochmals leicht von 110.000 auf 115.000 Euro.

Bei beiden Kanzleien steigt das Festgehalt nach festem Schema. Bei Morrison & Foerster erhalten Associates im sechsten Jahr 140.000 Euro, bei Skadden sind es im fünften Jahr bereits 160.000 Euro. Wer dort den anschließenden Sprung zum European Counsel schafft, kann sogar bis zu 215.000 Euro verdienen. Hinzu kommen jeweils noch Boni.

Sechsstelliges Anfangsgehalt heute Standard im Top-Segment

Noch mehrere weitere Kanzleien haben nun den Sprung über die 100.000-Euro-Grenze gewagt. Latham & Watkins und Gibson Dunn & Crutcher zahlen inzwischen 110.000 statt wie bisher 100.000 Euro. Unter Marktteilnehmern sorgte damit vor allem Latham & Watkins für Aufsehen: Mit rund 30 Neueinstellungen gehört die Kanzlei zu den größeren Einheiten im Markt, während die meisten übrigen Top-Zahler nur eine Handvoll Juristen jährlich einstellen.

Die britische, in Deutschland noch junge Full-Service-Kanzlei Herbert Smith Freehills setzt mit nun 105.000 Euro (plus 5.000) ebenfalls ein Zeichen: ‚Nur‘ 100.000 Euro zu bezahlen, ist inzwischen Standard für Wirtschaftskanzleien mit Führungsanspruch in ihrem Fachgebiet. Die weitere Positionierung erfolgt meist entweder über einen besonders bekannten und renommierten Namen oder mehr Geld. Unter anderem deswegen bezahlt die Bankrechts- und Konfliktlösungskanzlei Sernetz Schäfer Berufsanfängern inzwischen bis zu 105.000 Euro, die im letzten Jahr neu gegründete Transaktionsboutique Renzenbrink & Partner sogar pauschal 110.000 Euro. (Norbert Parzinger)

 Die Spitzengehälter

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