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24.11.2015 | Autor/in: Markus Lembeck
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Stiftung Umweltenergierecht: Dissertationspreis und neues Förderprogramm

Dr. Marcus Schmidtchen ist der diesjährige Preisträger des Dissertationspreises der Würzburger Stiftung Umweltenergierecht. Die Stiftung vergibt diesen mit 5.000 Euro dotierten Preis im Zweijahresturnus, um herausragende Dissertationen aus dem Bereich des Umweltenergierechts, des Klimaschutzrechts und des Rechts der nachhaltigen Energieversorgung zu würdigen. Die Preisverleihung war zugleich der Startschuss für ein neues Studien- und Dissertationsprogramm.

 Thorsten Müller (links) und Marcus Schmidtchen bei der Preisverleihung

Thorsten Müller (links) und Marcus Schmidtchen bei der Preisverleihung

Der Preisträger schloss seine Dissertation mit dem Thema ‚Klimagerechte Energieversorgung im Raumordnungsrecht‘ mit der Bestnote summa cum laude im Mai 2014 ab. Jurymitglied Prof. Dr. Helmuth Schulze-Fielitz lobte die Arbeit, weil sie „in ihrer systematischen Geschlossenheit, in ihren abgewogenen Proportionen bei der innovativen Erschließung eines Problemfeldes, in ihrer Verknüpfung mit rechtspolitischen Gestaltungsperspektiven und gleichzeitig in einer abgeschlossenen Vollständigkeit ihrer Problembearbeitung eine besondere Souveränität der Bearbeitung ausstrahlt“.

Neues Förderprogramm

Im Rahmen der Preisverleihung stellte die Stiftung Umweltenergierecht ihr neues Studien- und Dissertationsprogramm vor. Mit diesem breit angelegten Programm möchte die Stiftung den juristischen Nachwuchs im Bereich des Energie- und Umweltenergierechts fördern. „Dies ist ein ebenso aktuelles wie wichtiges rechtswissenschaftliches Arbeitsfeld – in der juristischen Ausbildung spielt es aber leider kaum eine Rolle. Wir möchten dazu beitragen, diese Lücke zu schließen“, erläutert Thorsten Müller, Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

Neben dem Dissertationspreis und einem Druckkostenzuschuss für hervorragende Dissertationen werden Promovierende in diesem Bereich durch ein Doktorandennetzwerk und ein Fellowship-Programm unterstützt. Diese Bausteine ermöglichen den Austausch mit den forschenden Kollegen und bieten Doktoranden somit Hilfestellung bei der Anfertigung ihrer Dissertationen. Um bereits in einer frühen Ausbildungsphase das Verständnis für das Energie- und Umweltenergierecht zu wecken und zu stärken, bietet die Stiftung zudem für Studierende unterschiedliche Lehrangebote im Bereich des Umweltenergierechts in Kooperation mit verschiedenen Universitäten an.

„Denkfabrik der Energiewende“

Die Stiftung Umweltenergierecht ist eine gemeinnützige außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich mit dem Rechtsrahmen der Energiewende beschäftigt. Sie versteht sich als „rechtswissenschaftliche Denkfabrik der Energiewende“. Rund 20 Rechtswissenschaftler gehen der Frage nach, wie sich das Recht verändern muss, um die energie- und klimapolitischen Ziele erreichen zu können.

Die Forschungseinrichtung finanziert sich über Spenden, Zustiftungen und Fördermittel. Das Studien- und Dissertationsprogramm wird von mehreren Partnern finanziell unterstützt. Die Kanzlei Rödl & Partner ist Programmpartner, weitere Unterstützer sind Dr. Peter Nagel, Counsel in der Kanzlei Metis in Frankfurt, sowie die Berliner Sozietäten Gaßner Groth Siederer & Coll. und von Bredow Valentin Herz.

IM INTERNET

http://stiftung-umweltenergierecht.de/studium-und-promotion/