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16.10.2015 | Autor/in: Anika Verfürth
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Mediation: Universität Frankfurt/Oder besetzt spezialisierte Professur

Die juristische Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder besetzt zum Wintersemester mit Professor Dr. Ulla Gläßer die erste Vollprofessur im deutschsprachigen Raum, die explizit dem Bereich Mediation und Konfliktmanagement gewidmet ist.

Gläßer, die vor ihrer Berufung als Juniorprofessorin an der Viadrina tätig war, wirkte bereits an der Gründung des Institut für Konfliktmanagement im Jahr 2008 mit. Dieses Institut steht unter dem Einfluss verschiedener Disziplinen. Entsprechend der Ausrichtung der Universität werden an der Juristischen Fakultät die europarechtlichen Aspekte in den Mittelpunkt gestellt. Die Forschung von Gläßer setzt den Schwerpunkt in außergerichtlicher Streitbeilegung, Mediation und Konfliktmanagement.

Außergerichtliche Konfliktlösung in der Lehre

Der wachsenden Bedeutung außergerichtlicher Konfliktlösung möchte Gläßer als wissenschaftliche Leiterin des Masterstudiengangs Mediation und des Instituts für Konfliktmanagement mit einer stärkeren Integration ihres Themas in das reguläre Jurastudium gerecht werden.

Deutschlandweit gibt es zum Thema Mediation und Konfliktlösung viele Workshops und Weiterbildungsmöglichkeiten, oft berufsbegleitend. An der Humboldt-Universität Berlin etwa startet zum Wintersemester 2015/2016 der LL.M.-Studiengang International Dispute Resolution.

Etablierter Masterstudiengang

Der Masterstudiengang Mediation an der Europa-Universität ist seit langen Jahren etabliert. Er startet zum Wintersemester in den neunten Jahrgang. Innerhalb von drei Semestern können Studierende aus allen Fachrichtungen mit dem Master of Arts (M.A.) abschließen. Der interdisziplinäre Studiengang wird berufsbegleitend angeboten und bietet zusätzlich zum Studium eine vollständige Mediationsausbildung.

Die Universität Frankfurt/Oder unterhält unter anderem eine Kooperation mit dem Munich Center for Dispute Resolution, das als Forschungsinstitut an der Universität München angesiedelt ist. Auch an der gerade umbenannten TH Köln – ehemals Fachhochschule – beschäftigt sich eine Forschungsstelle Wirtschaftsmediation mit diesem Bereich.

Für die Arbeit von Juristen gewinnt die mediatorische Konfliktlösung an Bedeutung. Insbesondere bei Wirtschaftskonflikten, die häufig internationale Reichweite haben, spielen alternative Konfliktlösungen wie Schiedsverfahren eine stärker werdende Rolle. (Anika Verfürth)

Im Internet:
Lehrstuhl Gläßer – https://www.rewi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/br/km/index.html
Institut für Konfliktmanagement – https://www.ikm.europa-uni.de/de/index.html
M.A.-Studiengang – https://www.rewi.europa-uni.de/de/studium/master/mediation/index.html

HU Berlin, LL.M.-Studiengang – https://www.hu-berlin.de/de/studium/beruf/wissenschaftliche-weiterbildung/weiterbildende-masterstudiengaenge/international-dispute-resolution