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25.08.2015 | Autor/in: Norbert Parzinger
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NRW: Gerichtsvollzieherjobs auch für Quereinsteiger geöffnet

Die nordrhein-westfälische Justiz akzeptiert ab sofort für ausgeschriebene Stellen als Gerichtsvollzieher auch Bewerber, die nicht bereits im mittleren Justizdienst tätig sind. Dies war bislang Bedingung. Stattdessen können sich nun auch Kandidaten mit juristischer, kaufmännischer oder Bankausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung bewerben.

JustizbeamterAngenommene Bewerber durchlaufen eine 26-monatige Ausbildung, bestehend aus einer gut einjährigen praktischen Ausbildungsphase und mehreren theoretischen Lehrgängen. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem Zwangsvollstreckungsrecht, bürgerliches und Handelsrecht. Außerdem werden die Kandidaten in Steuerrecht, Arbeitsrecht, Staats- und Strafrecht sowie Psychologie und Selbstverteidigung eingeführt.

Angehende Gerichtsvollzieher in Nordrhein-Westfalen werden als Landesbeamte zunächst nach Besoldungsstufe A9 entlohnt, das entspricht rund 2.330 Euro im Monat. Verschiedene Anläufe zur Reform des Zwangsvollstreckungsrechts, nach der Gerichtsvollzieher bundesweit nicht mehr verbeamtet, sondern mit ihrer hoheitlichen Aufgabe nur auf Zeit beliehen werden sollten, waren in den letzten Jahren gescheitert. (Norbert Parzinger)

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