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28.04.2015 | Autor/in: Markus Lembeck
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Augsburg: 2 Millionen Euro für die Erforschung des Versicherungsrechts in Europa

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert ein Projekt des Augsburger Rechtswissenschaftlers Professor Dr. Phillip Hellwege mit knapp 2 Millionen Euro. Innerhalb von fünf Jahren will Hellwege die Grundlagen des Versicherungsrechts in Europa erforschen.

Philip Hellwege

Phillip Hellwege

Hellwege, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Rechtsgeschichte an der Universität Augsburg, erhält einen sogenannten ERC Consolidator Grant. Bisher haben erst vier Rechtswissenschaftler an deutschen Universitäten diese Förderung durch den ERC erhalten. Der Forschungsrat wurde 2007 von der Europäischen Kommission gegründet und verfügt über ein milliardenschweres Budget.

Das Versicherungsrecht in den Ländern Europas weist aus historischen Gründen zahlreiche Unterschiede auf. Diese Unterschiede sind ein Hemmnis für die Entwicklung eines europäischen Binnenmarktes im Versicherungswesen, und für eine angestrebte Harmonisierung wäre es gut, die historischen Wurzeln zu erforschen. Bekannt ist, dass eine Wurzel des modernen Versicherungswesens in der mittelalterlichen Seeversicherung zu suchen ist, und diese ist auch gut erforscht. Darüber hinaus ist die Geschichte des Versicherungsrechts noch kaum geschrieben.

Der ERC Consolidator Grant ermöglicht es Hellwege, über die kommenden fünf Jahren hinweg eine Reihe von Doktoranden als Projektmitarbeiter einzustellen und thematisch entsprechend ausgerichtete Konferenzen zu organisieren. Zudem kann er aus den Mitteln, die ihm der European Research Council zur Verfügung stellt, eine Reihe von Forschungssemestern finanzieren. (Markus Lembeck)