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12.03.2015 | Autor/in: JUVE Student

Umfrage: Work-Life-Balance wird großgeschrieben

Die Hälfte aller Berufstätigen in Deutschland wünscht sich einen besseren Ausgleich zwischen Freizeit, Familie und Beruf. Auch für junge Juristen ist die Karriere nicht mehr die oberste Priorität, wie ein Vergleich der azur-Associateumfrage und einer Forsa-Umfrage zeigt.

Ein höheres Gehalt möchten 67 Prozent der deutschen Arbeitnehmer in den nächsten zwei Jahren in ihrer Karriere erreichen. Dicht davon gefolgt wünscht sich die Hälfte aller Berufstätigen eine Verbesserung der Work-Life-Balance. Auch eine anspruchsvollere Arbeit steht häufig auf der Wunschliste (40 Prozent). Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). Im Januar und Februar 2015 wurden über 1.000 Berufstätige im Alter zwischen 18 und 50 Jahren befragt.

Zufriedenheit mit dem Gehalt

Die junge Generation der Juristen in Deutschland hingegen ist mit ihrem Gehalt mehrheitlich zufrieden. Laut der aktuellen azur-Associateumfrage würden im Durchschnitt weniger als 15 Prozent für ein höheres Gehalt ihren derzeitigen Arbeitgeber wechseln.
Anders steht es um die Work-Life-Balance. Denn auch bei den Associates ist das für rund 40 Prozent ein Wechselgrund.

Mit zunehmendem Alter rückt die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit in den Hintergrund. Bei den über 40-Jährigen Juristen kommt ein Arbeitgeberwechsel aus diesem Grund nur noch für knapp 20 Prozent in Betracht. Im Gegensatz zu den Teilnehmern der DUW-Studie sind die Associates mit dem Nievau ihrer Arbeit zufrieden, weniger als 5 Prozent würden bei anderen Arbeitgebern eine anspruchsvollere Tätigkeit erwarten.

Wandel des Karrierebegriffs

Ob Jurist oder nicht: Die Umfragen zeigen einen Wandel des Karrierebegriffs quer durch alle Berufe. Einigkeit besteht darin, dass der berufliche Erfolg vor allem für die jüngere Generation der Arbeitnehmer nicht mehr das wichtigste im Leben ist. Juristen sind jedoch deutlich zufriedener mit ihrer Arbeit und der Bezahlung als andere Berufsgruppen.

Die Informationen zu den Juristen stammen aus der aktuellen Associateumfrage von azur. Insgesamt haben 3.160 Associates im Alter zwischen 20 und 45 Jahren teilgenommen. Auf die Frage, wofür sie ihren aktuellen Arbeitgeber wechseln würden, gab es rund 1.500 Antworten, aus denen die Werte errechnet wurden. Die DUW in Berlin bietet neben Masterstudiengängen für Berufstätige, Unterstützung für Unternehmen im Bereich der Evaluation von Personalentwicklung und Führungskräftetrainings an. (Anika Verfürth)