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11.02.2015 | Autor/in: Markus Lembeck
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Rechtsabteilungen: Wenig Spielraum für neue Stellen

Die Umstrukturierungen in vielen Unternehmen machen auch vor den Abteilungen für Recht und Compliance nicht halt und erzeugen spürbaren Kostendruck. Laut einer JUVE-Umfrage rechnen nur 28 Prozent der Verantwortlichen in diesen Abteilungen damit, neue Mitarbeiter einstellen zu dürfen.

Das sind knapp zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig ist der Anteil der Rechtsabteilungen, die Personal abbauen wollen, um drei Prozentpunkte auf 8 Prozent gestiegen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede je nach Unternehmensgröße: Die großen Arbeitgeber mit 5.000 oder mehr Mitarbeitern wollen zu 39 Prozent weitere Juristen einstellen. Bei kleineren Arbeitgebern (bis 500 Mitarbeiter) liegt dieser Anteil nur bei 17 Prozent.

Kleine Unternehmen werden Juristen-Teams nicht abbauen

Fazit: Wer aktuell eine neue Stelle sucht, ist mit Bewerbungen bei großen Unternehmen besser bedient als bei kleinen. Wer allerdings schon in einem kleinen Unternehmen tätig ist, hat den sichereren Job: Deren Juristen-Teams, die im Schnitt nur mit drei Berufsträgern besetzt sind, werden mit Blick auf einen generell steigenden Rechtsberatungsbedarf wohl kaum schrumpfen. Darin sind sich die Umfrageteilnehmer zu 86 Prozent sicher.

Unternehmen spezial: Ausgabe 2/2015 von JUVE Rechtsmarkt.

Unternehmen spezial: Ausgabe 2/2015 von JUVE Rechtsmarkt.

Nach Branchen betrachtet suchen die Unternehmen aus Logistik, Transport und Infrastruktur sowie Automotive am ehesten nach neuen Juristen. Hier antworteten 53 Prozent beziehungsweise 47 Prozent mit Ja auf die Frage, ob sie weitere Berufsträger einstellen wollen. Klar auf Wachstum getrimmt sind die Beratungsteams bei Automobilherstellern und -zulieferern. Nicht ein einziger Befragter aus diesem Sektor plant einen Personalabbau.

Automotive-Juristen haben das größte Budget

Ohnehin haben die Automotive-Unternehmen das größte Rechtsbudget im Branchenvergleich: Bei 66 Prozent von ihnen stehen pro Jahr über 2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese und weitere Informationen über die deutschen Inhouse-Abteilungen finden sich in Heft 2/2015 der Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt. (Markus Lembeck)