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23.02.2015 | Autor/in: Markus Lembeck
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Rechtsabteilungen: Gehälter stagnieren – kein Plus in Sicht

Die Gehälter der Unternehmensjuristen stagnieren auf allen Ebenen. Sowohl auf der Führungsebene als auch bei Gruppenleitern und einfachen Berufsträgern gab es im vergangenen Jahr kein Plus, so eine kürzlich veröffentlichte JUVE-Umfrage.

Vor allem die großen Unternehmen knausern mit Gehaltserhöhungen, kleine und mittelgroße Unternehmen holen dagegen auf. Im Durchschnitt verdient ein General Counsel knapp 150.000 Euro im Jahr, hinzu kommen 72.000 Euro als Bonus. Ein Teamleiter kommt im Schnitt auf 93.000 Euro Grundgehalt plus 20.000 Euro Bonus. Syndizi ohne Leitungsfunktion geben einen Jahresverdienst von 71.000 Euro an, der Bonus fällt bei ihnen mit 13.000 Euro am geringsten aus.

Leistungsanzreize über den Bonus

Immer stärker werden die Rechtsberater in Unternehmen an Leistung und Unternehmenserfolg gemessen. Nur ein knappes Drittel der einfachen Berufsträger muss oder kann auf einen Bonus verzichten. Bei den Abteilungschefs mit General-Counsel-Position gibt es nur in Ausnahmefällen keinen Bonusanteil: 84 Prozent erhalten einen variablen Anteil. Beiträge zur Altersversorgung sowie das Diensthandy gehören ebenso zum Vergütungspaket der meisten Inhouse-Juristen.

Unternehmen spezial: Ausgabe 2/2015 von JUVE Rechtsmarkt.

Unternehmen spezial: Ausgabe 2/2015 von JUVE Rechtsmarkt.

Doch schon beim Dienstwagen werden die Unternehmen selektiv. Er steht in der Regel nur Führungskräften zur Verfügung. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Zuschüsse zur Kinderbetreuung sowie Überstundenvergütung gibt es nur in wenigen Fällen. Gerade einmal 9 Prozent der Juristen haben hierfür eine eindeutige Zusage.

Gehälter machen Kanzleien Konkurrenz

Je nach Branche variieren die Gehälter erheblich. Für Juristen ohne Führungsaufgaben und damit auch für Berufseinsteiger sind Industrie und Elektronik aus finanzieller Sicht die lohnenswertesten Ziele. Mit Durchschnittsgehältern von jeweils über 90.000 Euro plus Zusatzleistungen sind diese Branchen inzwischen eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Wirtschaftskanzleien. Weitere Informationen über die deutschen Inhouse-Abteilungen finden sich in Heft 2/2015 der Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt. (Markus Lembeck)