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25.11.2014 | Autor/in: Christine Albert
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Lexperience: Start für Kölner Ausbildungsprojekt

Gestern Abend wurde an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln das Projekt „Cologne LEXperience“ offiziell eröffnet. Es soll Studierende näher an die Praxis heranführen.

Auftakt für Lexperience: Kölner Studierende in einer Moot-Court-Übung.

Auftakt für Lexperience: Kölner Studierende in einer Moot-Court-Übung.

Das Projekt, das die Universität gemeinsam mit der Kanzlei DLA Piper entwickelt hat, zielt darauf ab, neue aktivierende und praxisbezogene Elemente in die klassische juristische Ausbildung zu integrieren. Dadurch sollen die Studierenden besser auf den Beruf vorbereitet werden, so der Dekan Professor Dr. Martin Henssler. Dieses Ziel bekräftigte auch der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty: Viele Schlüsselqualifikationen für den Anwaltsberuf würden bislang noch unzureichend in der Ausbildung vermittelt.

LEXperience sieht vor, dass die Studierenden als alternative Vorlesungsformate fiktive Fallkonstruktionen durchspielen – etwa in Form von Vertragsverhandlungen oder auch Moot Courts. Ein eindrucksvolles Beispiel lieferten in der gestrigen Auftaktveranstaltung direkt fünf Erstsemester aus der Vorlesung ‚BGB – Allgemeiner Teil‘ von Professor Dr. Barbara Dauner-Lieb, an der insgesamt 400 Studierende teilnehmen. Sie hatten die Aufgabe, in zwei Gruppen jeweils die Vertretung von Kläger und Beklagtem in einem konkreten, fiktiven Verfahren zu präsentieren. Als Richter hatte Dauner-Lieb den Präsidenten des Kölner Oberlandesgerichts Johannes Riedel gewinnen können. (Christine Albert)