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24.10.2014 | Autor/in: Norbert Parzinger

Top-Arbeitgeber im Bankaufsichtsrecht

Top-Arbeitgeber im Bankaufsichtsrecht: Beitrag aus azur 2/2014

Top-Arbeitgeber im Bankaufsichtsrecht: Beitrag aus azur 2/2014

Der Beratungsbedarf im Bankaufsichtsrecht ist massiv gestiegen. Viele Banken und Kanzleien haben ihre Teams in den letzten Jahren kräftig ausgebaut, und Berufseinsteiger können auch künftig mit guten Karrierechancen rechnen. Von Norbert Parzinger (aus azur 2/2014)

Bank- und Bankaufsichtsrecht: Deutschlands renommierteste Kanzleien

Die mit dem schwarzen Dreieck markierten Kanzleien werden im Folgenden ausführlich dargestellt.

Freshfields Bruckhaus Deringer
Hengeler Mueller
Linklaters

Clifford Chance

Allen & Overy
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton
Hogan Lovells
Latham & Watkins
White & Case

CMS Hasche Sigle
Mayer Brown
Noerr

DLA Piper
GSK Stockmann + Kollegen
Lindemann Schwennicke & Partner
Sernetz Schäfer

Aderhold
Görg
Lindenpartners
WilmerHale

Quelle: JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2013/14. Unter www.juve.vm/handbuch finden Sie eine umfangreiche Darstellung aller im Ranking vertretenen Kanzleien in der aktuellen Fassung des JUVE Handbuchs. Die Kanzleibeschreibungen unterscheiden sich gegenüber dem Handbuch, weil die azur-Redaktion sie speziell für Berufseinsteiger aufbereitet hat. Einstiegsgehälter beziehen sich evtl. auf Vorjahresangaben.

Marktführer

FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER

Standort: Frankfurt
Praxisgröße: 3 Partner, 2 Counsel und 7 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Deutsche Bank bei Emission von AT-1-­Kapital/CoCo-Bonds und Verkauf der BHF-Bank; Credit Suisse bei Verkauf des deutschen Private-Banking-Geschäfts; Finanztochter ­eines Dax-Konzerns bei Umstrukturierung (alle öffentlich bekannt).

Dr. Alexander Glos (40) gilt spätestens seit seiner Partnerernennung 2009 als Jungstar der Szene. Parallel leitet er gemeinsam mit zwei weiteren Partnern die Personal- und Nachwuchsarbeit der Kanzlei.

azur-Urteil: Gesetzesvorhaben, Großtransaktionen, Sanierungspläne, Eigenkapitalmaßnahmen, interne Ermittlungen – in den letzten Jahren gab es kaum eine wichtige Baustelle in der ­Finanzbranche, auf der Freshfields nicht im Einsatz war. Die Partner genießen einen hervorragenden Ruf. Besonders häufig loben Mandanten und Wettbewerber die Anwälte für ihre nahtlose Zusammenarbeit mit anderen Praxisgruppen: Die hochkarätigen Teams im Öffentlichen Recht, für Compliance-Untersuchungen, Prozesse und Schiedsverfahren oder M&A-Deals sind regelmäßig im Tandem mit den Bankaufsichtsrechtlern unterwegs – auch und gerade international.
Dass die tägliche Arbeit am juristischen Hochreck nicht allzu sehr auf Kosten von Freizeit und Familie geht, versucht die Kanzlei seit mehreren Jahren mit ihrem umfassenden Smart-Balance-Programm zu gewährleisten. Es bietet neben Fortbildungen und Diversity-Initiativen auch Teilzeitmöglichkeiten. Einige Associates sind damit durchaus glücklich. Andere bemängeln allerdings, dass das Arbeitspensum – kanzleiweit durchschnittlich 58 Wochenstunden – mit vernünftigem Privatleben schlicht nicht vereinbar ist.
Einstiegsgehalt: 100.000 Euro plus Bonus

HENGELER MUELLER

Standorte: Frankfurt und Düsseldorf
Praxisgröße: 14 Partner, 1 Counsel und 12 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Bundesverband deutscher Banken (BdB) bei Musterbedingungen für AT-1/2-Eigenkapitalinstrumente; Hypo Real Estate beim geplanten Verkauf der Depfa; Deutsche Bank bei internen Untersuchungen zum Libor-Skandal.

Bliesener_DirkDr. Dirk Bliesener (47, Foto) gehört zu den gefragtesten Bankaufsichtsrechtlern im Markt und steht seit diesem Jahr gemeinsam mit einem Kollegen als Managing -artner an der Spitze der Gesamtkanzlei.

azur-Urteil: Unter den führenden Kanzleien in diesem Bereich hat Hengeler die breiteste Riege herausragender Partner – eine direkte Folge des großen fachlichen Spektrums, das die Anwälte dieser Kanzlei traditionell abdecken. Die Partner sind meist nicht ausschließlich im Bankaufsichtsrecht aktiv, sondern auch mit gesellschafts- oder kapitalmarktrechtlichen Mandaten beschäftigt. ­Dennoch beherrschen sie die Spezialmaterie wie nur wenige Wettbewerber und sind regelmäßig bei den wichtigsten Mandaten im Markt dabei.
Im vergangenen Jahr taten sich gerade einige jüngere Partner hervor, etwa bei der wegweisenden Konzeption wandelbarer Anleihen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis von Banken. Auf Spitzen­niveau liegt Hengeler aber nicht nur fachlich – und bei der Arbeitsbelastung –, sondern auch beim Ausbildungsprogramm: Jeder Associate verbringt zwei Wochen pro Jahr mit Fortbildungen, die von der Universität St. Gallen mit veranstaltet werden und sich auf einen MBA anrechnen lassen. Außerdem wechseln die Anwälte regelmäßig in andere Fachbereiche. Unterm Strich sind die meisten Associates mit diesem Paket ausgesprochen zufrieden.  
Einstiegsgehalt: 100.000 bis 105.000 Euro

Herausforderer

ALLEN & OVERY

Standort: Frankfurt
Praxisgröße: 4 Partner, 3 Counsel und 10 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Eurex Clearing zu Individual-Clearing-Modell; BHF-Bank bei Verkauf an RHJI (aus dem Markt bekannt).

Herring_FrankFrank Herring (47, Foto) kam vor drei Jahren mit ­seinem Team von Norton Rose und katapultierte die bis dahin kleine A&O-Praxis in eine neue ­Liga.

azur-Urteil: Stärker als viele andere Praxen hat die A&O-Mannschaft ihr Beratungsspektrum ausdifferenziert. Gerade einige jüngere Anwälte auf Partner- oder Counsel­ebene stehen für bestimmte Beratungsprodukte, etwa zu Markt­infrastrukturfragen, zu denen die Kanzlei mehrere Börsenbetreiber berät, oder beim Thema Banker-Boni. Dank ihrer internationalen Reichweite und der starken Londoner Mandantenbasis ist die deutsche Praxis häufig auch bei M&A-Deals im Bankensektor gefragt.
Um den Nachwuchs kümmert sich A&O schon früh: Praktikanten schickt die Kanzlei gerne nach London, für besonders gute Kandidaten gibt es Einzel-Mentoring, und an der Uni Freiburg engagiert sich die Kanzlei sogar in der Examensvorbereitung. Wer sich einmal für A&O entschieden hat, profitiert von einem umfangreichen Ausbildungsprogramm, muss aber auch mit hoher Arbeitsbelastung rechnen: in der Gesamtkanzlei durchschnittlich 59 Stunden pro Woche.
Einstiegsgehalt: 105.000 Euro

HOGAN LOVELLS

Standorte: Frankfurt und Düsseldorf
Praxisgröße: 3 Partner und 5 Associates
Aktuelle Top-Mandate: FMS Wertmanagement bei Übertragung der PBB- und Depfa-Portfolios; Bundesverband der Zahlungsinstitute in Zahlungsdienstefragen.

Reimer_RichardDr. Richard Reimer (44, Foto) war 2012 der erste ­Spezialist für Bankaufsichtsrecht, den die Kanzlei zum Partner machte.

azur-Urteil: Seit die öffentliche Hand die Pleitebanken HRE und WestLB auffing und ihnen die Bad Banks EAA und FMSW zur Seite stellte, gehört Hogan Lovells zu den Stammberatern der beiden Abwicklungs­anstalten. Die Übertragung und Abarbeitung der riesigen Problemkreditportfolios sorgt für reichlich Arbeit auf der ganzen Welt. Daneben sind die Anwälte besonders als Experten für Zahlungsdienste- und Verbraucherkreditthemen anerkannt und beraten hier regelmäßig auch Mandanten, die ihr Hauptgeschäftsfeld gar nicht im Finanz­sektor haben.
Referendare und ­Associates durchlaufen bei Hogan ­Lovells ausgeklügelte Fortbildungsprogramme, die die Teilnehmer regelmäßig loben. Besonders stark hat sich die Kanzlei auch die Förderung von Anwältinnen auf die Fahnen geschrieben: Bis 2022 sollen 30 Prozent der Partner weiblich sein.
Einstiegsgehalt: 90.000 bis 100.000 Euro plus Bonus bis 15.000 Euro

LATHAM & WATKINS

Standorte: Frankfurt und Hamburg
Praxisgröße: 5 Partner, 2 Counsel und 7 Associates
Aktuelle Top-Mandate: BdB-Einlagensicherungsfonds im US-Insolvenzverfahren um Lehman Brothers Holding; Apollo bei Kauf der KBC Bank Deutschland.

Gärtner_ChristineChristine Gärtner (39, Foto) steht mit ihrer Spezialisierung für einen besonderen Schwerpunkt: Prozesse, unter anderem im Bankensektor. Sie ist seit 2013 Partnerin.

azur-Urteil: Die internationale Reichweite der Kanzlei beschert den Bankaufsichtsrechtlern immer wieder Mandate – nicht nur bei großen M&A-Transaktionen in der Finanzbranche, sondern auch bei internen Ermittlungen. Die deutsche Praxis ist außerdem für ihre Erfahrung bei Prozessen bekannt, zum Beispiel immer wieder an der Seite ihrer Stammmandantin BdB. Im vergangenen Jahr wechselte ein bekannter Partner von Allen & Overy zu Latham und rundete die Angebotspalette mit starkem produktspezifischem Know-how weiter ab. Besonders viel Mandantenlob kassierten in letzter Zeit die jüngeren Anwälte im Team.
Offenbar bewährt es sich, dass Latham stärker als andere Kanzleien auf die Eigeninitiative der Jung­anwälte setzt – auch bei der Ausbildung. Allerdings fordert die Kanzlei auch viel Einsatz: Auf Bonuszahlungen können Associates nur hoffen, wenn sie mindestens 1.900 Honorarstunden im Jahr abrechnen. Mit ihren Arbeitszeiten sind die Associates trotzdem recht zufrieden.
Einstiegsgehalt: 100.000 Euro plus Bonus bis 18.500 Euro*

WHITE & CASE

Standorte: Frankfurt, Hamburg und Berlin
Praxisgröße: 7 Vollpartner, 6 Salary-Partner, 2 Counsel und 5 Associates
Aktuelle Top-Mandate: LBBW bei Integration der LBBW Luxemburg und zu Auslagerungsvorhaben; ABN Amro/International Card Services bei geplantem Kauf des Kreditkartengeschäfts von Valovis (öffentlich bekannt).

Hingst_Kai-MichaelDr. Dr. Kai-Michael Hingst (49, Foto) beschäftigte sich in seiner Philosophiedissertation mit Nietzsche und William James, heute berät der ebenfalls promovierte Jurist unter anderem die Hamburger Lotteriegesellschaft. 


azur-Urteil: Breite Standortbasis, breites Auf­gabenspektrum: Die Praxis ist anders als die meisten Wettbewerber auch in Hamburg und Berlin präsent und pflegt dort enge Kontakte zu den lokalen Banken. Der größte Teil des Geschäfts spielt sich allerdings in Frankfurt ab, wo die Kanzlei stärker als bisher bei M&A-Transaktionen und Eigenkapitalthemen gefragt ist. Gerade hier sorgen zwei Quereinsteiger von Shearman & Sterling für Auftrieb, die im Vorjahr dazukamen.
Dass sich die Kanzlei über alle Praxen hinweg konsequent auf hochwertige Mandate fokussiert und dafür auch ­einige Abgänge in Kauf nahm, sorgte bei den Associates zwar für etwas Unruhe. Dafür loben die jungen W&C-Anwälte das breite Ausbildungsprogramm, das weit über rein juristische Themen hinausgeht, und den international geprägten Arbeitsalltag.  
Einstiegsgehalt: bis 100.000 Euro

Ebenfalls empfehlenswert

CMS HASCHE SIGLE

Standorte: Frankfurt, Hamburg, Köln und Berlin
Praxisgröße: 4 Partner und 9 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Trumpf bei Bankgründung; Landesbank zu angeblichem Compliance-Verstoß; süddeutscher Energieversorger in Streit um Derivate.

Kaetzler_JoachimDr. Joachim Kaetzler (43, Foto) gilt als Experte für Geldwäscheprävention und ist seit Kurzem ­Leiter der internationalen Bank- und Finanzrechtspraxis der CMS-Allianz.

azur-Urteil: Im Bank- und Finanzrecht hinkte die größte deutsche Wirtschaftskanzlei ihren stärksten Wettbewerbern bis vor wenigen Jahren noch weit hinterher. Doch CMS hat kräftig aufgeholt, und die Bankaufsichtsrechtspraxis ist schon länger etabliert – nicht zuletzt an der Seite von Industriemandanten wie dem Maschinenbauer Trumpf, die über ihre Finanztöchter ebenfalls von der Regulierung der Branche betroffen sind. Unter Berufseinsteigern gehört die Kanzlei seit Jahren zu den beliebtesten Arbeitgebern. Denn CMS stellt nicht nur alljährlich mehr Absolventen ein als alle anderen Wirtschaftskanzleien. Sie bietet schon ihren Referendaren ein besonders umfangreiches Ausbildungsprogramm inklusive Teilrepetitorium und unterstützt ihre Associates durch wirkungsvolles Mentoring. Dass Teilzeitarbeit hier kein Karrierehindernis ist, leben einige Partner vor. Vollzeit-Associates arbeiten mit kanzleiweit 55 Wochenstunden allerdings nicht eben wenig.
Einstiegsgehalt: 80.000 bis 100.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro

GSK STOCKMANN + KOLLEGEN

Standorte: München und Frankfurt
Praxisgröße: 8 Vollpartner, 5 Salary-Partner, 1 Counsel und 9 Associates
Aktuelle Top-Mandate: IG Kreditkarten zum europäischen Gesetzgebungsvorhaben PSD2.

Escher_MarkusDr. Markus Escher (49, Foto) ist der bekannteste Bankaufsichtsrechtler bei GSK und berät besonders häufig Mandanten, die ihren Schwerpunkt ­außerhalb des Finanzsektors haben.

azur-Urteil: 2014 machte GSK mit einem echten Coup von sich reden: Die Kanzlei holte in Frankfurt mit Peter Scherer von Clifford Chance einen der angesehensten deutschen Bankaufsichtsrechtler dazu – ein großer Gewinn für die Praxis, wie Wettbewerber fast einhellig meinen. Neben ihren angestammten Stärken etwa in Zahlungsdienste-, Investmentrechts- oder Compliance-Fragen spielt GSK nun auch im produktbezogenen Aufsichtsrecht mit und ist in der Bankenmetropole im Aufwind. In diesem Umfeld bieten sich gute Chancen für engagierte Associates. GSK setzt seit jeher auf den Unternehmergeist jedes Einzelnen und fördert mit eigenen Workshops und Seminaren Fähigkeiten wie Personalführung oder Geschäftsentwicklung – zusätzlich zum umfangreichen fachlichen Ausbildungsangebot. Die Arbeitsbelastung liegt mit kanzleiweit rund 58 Wochenstunden allerdings auf demselben Niveau wie in absoluten Spitzenkanzleien.
Einstiegsgehalt: 70.000 bis 80.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro

LINDENPARTNERS

Standort: Berlin
Praxisgröße: 3 Partner und 4 Associates
Aktuelle Top-Mandate: DSGV zu Verkauf des Sparkassen-Finanzportals; Hamburger Sparkasse in Prozessen um Swapverträge; Rajon in BVG-Verfahren um Cum-Ex-Trades (öffentlich bekannt).

Zingel_FrankDr. Frank Zingel (47, Foto) kam 2011 vom Bundesverband öffentlicher Banken und besetzte die Schnittstelle von Bankaufsichts- und Kapitalmarktrecht.

azur-Urteil: Seit ihrer Gründung 2006 ist Linden­partners eine feste Adresse für Anlegerprozesse – kein schlechtes Geschäft in Zeiten der Krise. Doch Prozesse machen heute nur noch einen Teil der Bank- und Finanzrechtspraxis aus. Über die Jahre hat Lindenpartners mit mehreren ehemaligen Verbandsjuristen viel Know-how auch in der laufenden Beratung und gute Kontakte zu zentralen Multiplikatoren ins Haus geholt. ­Associates loben den individuellen Freiraum, den ihnen die Kanzlei bietet, forderten in der Vergangenheit aber auch intensivere Förderung, mehr Feedback und eine strukturiertere Ausbildung. Die Kanzlei hat gehandelt und bietet inzwischen regelmäßige Fortbildungen. Und während andere Kanzleien die Work-Life-Balance mit abstrakten Programmen verbessern wollen, reagiert Lindenpartners auf die Kritik der Associates auch hier ganz unbürokratisch: Um die individuelle Belastung zu senken, wurden mehr Anwälte eingestellt und der Urlaub verlängert.
Einstiegsgehalt: 90.000 Euro

Inhouse-Abteilung

DEUTSCHE BANK

Standorte: Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart
Größe und Einsatzmöglichkeiten: In Deutschland arbeiten rund 130 Juristen in der Rechtsabteilung. Deutsche Juristen werden projektabhängig auch an ausländische Standorte entsandt, etwa nach London, New York, Hongkong, Singapur oder Tokio.
azur-Urteil: Dass die Deutsche Bank auf den globalen Finanzmärkten vorne mitmischt, sorgte in Boomzeiten für hohe Gewinne, in den letzten Jahren aber auch für reichlich Ärger. Unsaubere Zinsswap-Geschäfte, Verbriefung fauler Hypothekenkredite, Umsatzsteuer­betrug – das Institut muss weltweit eine lange Liste von Vorwürfen abarbeiten, und stets agieren die Inhouse-Juristen ganz vorne mit. Dazu kommt die Umsetzung immer neuer Vorgaben der Bankenaufsicht, zuletzt unter anderem durch die milliardenschwere Emission von AT-1-Anleihen.
Gerade im Aufsichtsrecht braucht die Rechtsabteilung immer wieder Nachwuchs. Deshalb kümmern sich die Juristen intensiver als bisher um Referendare, die nun von Mentoren betreut werden und auch in andere Abteilungen hineinschnuppern können. Fest angestellte Syndizi profitieren vom umfangreichen Fortbildungsangebot des deutschen Branchenprimus und wechseln nach drei Jahren ihren Einsatzbereich, um den fachlichen Horizont zu erweitern. Zugleich stehen den Syndizi auch andere Geschäftsbereiche der Bank offen, etwa Personal oder Compliance.
Einstiegsgehalt: 67.000 Euro plus Bonus

* azur-Recherche