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24.10.2014 | Autor/in: Laura Bartels
Themen in diesem Artikel:

Die Vorleser

Berufsziel Notariat

Viele Wege führen nach Rom, aber nur zwei ins Notariat
Anwaltsnotariat

Prüfungsmodalitäten
vier Klausuren
eine mündliche Prüfung mit Aktenvortrag und Prüfungsgespräch
Notenskala wie im Ersten und Zweiten Staatsexamen
(0 bis 18 Punkte)
Prüfungstermine sind zweimal im Jahr
März/April bzw. September/Oktober
Prüfungsgebühr: 3.000 Euro

Voraussetzungen für die Bestellung zum Anwaltsnotar
Persönliche Eignung:
Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit, Redlichkeit, Lauterkeit
Fachliche Eignung:
Ergebnis der notariellen Fachprüfung zählt 60 Prozent,
Note im Zweiten Staatsexamen zählt 40 Prozent.
Besondere Voraussetzungen:
Anwärter müssen fünf Jahre Tätigkeit als Rechtsanwalt nachweisen, die bloße Zulassung reicht nicht mehr aus.
Sie müssen drei Jahre in dem Bezirk als Anwalt gearbeitet haben, in dem sie auch als Notar tätig sein wollen.
Praxisausbildung für amtierende Notar (160 Stunden insgesamt)

Hauptberufliches Notariat

Anwärterdienst
„Nur“-Notare müssen keine separate Fachprüfung ablegen,
sondern einen rund dreijährigen Anwärterdienst als Notarassessor absolvieren.

Voraussetzungen:
Persönliche Eignung
Fachliche Eignung:
Noten in den ersten beiden Staatsexamina, in der Regel wird ein Vollbefriedigend erwartet, kann aber von Jahr zu Jahr variieren.

Der Anwärterdienst umfasst
Tätigkeit bei diversen Notaren, die Stationen sind unterschiedlich lang, im Durchschnitt drei Monate
Übernahme von Notarvertretungen/-verwaltungen
Fortbildungen

Vergütung:
Die Bezüge während des Anwärterdienstes sind an die Besoldung
von Richtern auf Probe angeglichen. Grundlage dafür ist das Bundesrecht, sofern kein entsprechendes Landesbesoldungsgesetz existiert. Das Einstiegsgehalt liegt bei knapp 3.800 Euro pro Monat. Die Notarkammer oder -kassen zahlen die Bezüge, die sich je nach Bundesland unterscheiden.
Nach drei Jahren können sich die Anwärter auf eine Notarstelle bewerben. In der Regel werden nur so viele Notarassessoren bestellt, wie zum Ende des Anwärterdienstes auch zum Notar ernannt werden können. Auch hier spielen die persönliche und fachliche Eignung, aber vor allem das Dienstalter eine Rolle.

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